Die Zombie-Reihe von Billigfilmer Rene Perez geht in die dritte Runde und nach Django und Tom Sawyer wird der übliche Überlebenskampf geboten, welcher jedes noch so abgegriffene Klischee bedient. Da die nur 75 Minuten andauernde Angelegenheit meistens mit ordentlichem Tempo einhergeht, zählt das Werk fast schon zu den besseren von Perez.
Nur wenige Menschen konnten bislang der Übermacht von Zombies entkommen, unter anderem ein Colonel, der eine junge Frau aufgabelt. An anderer Stelle überfällt ein selbsternannter Soldat mit seinem Trupp ein Fort, welches von einer Handvoll Frauen belagert wird. Um dem Weg einer reinen Rasse ein Stück näher zu kommen, sollen drei Frauen eliminiert werden…
Perez bewegt sich stets knapp über Anfängerniveau, denn in Sachen Schnitt, Kameradistanz und Dialogregie hat der Mann bislang keinen Fortschritt erzielt. Immerhin zeugen einige Schauplätze von einer apokalyptischen Note, ein verwaistes Förderwerk und das Fort inklusive. Was ebenfalls positiv ins Auge sticht, sind die Masken der Zombies, die nicht nur recht individuell und zuweilen detailliert ausgefallen sind. Die sich langsam bewegenden Angreifer muten fast schon angenehm altmodisch an.
Demgegenüber weist die dünne Geschichte null Überraschungen auf und auch die Spannung hält sich in Grenzen. Zumindest kann man solche Szenen, wie eine am Baumstamm gefesselte Frau, die sich loszumachen versucht, bevor sie der Zombie erreicht, wahrlich nicht ernst nehmen, wenn sich Szene für Szene das Seil lockert, obgleich die Dame nicht ihre Hände benutzt. Auch die Herangehensweise anderer Überlebenskämpfer erscheint oftmals irrational, zu dem gesellen sich einige furchtbare Dialoge, die durch die fiese Synchro reichlich unterirdisch ausfallen.
Für Gorehounds gibt es indes nicht viel zu erhaschen: Gleich zu Beginn wird ein Schädel deformiert, es gibt blutige Einschüsse und angedeutete Fressszenen, ein paar abgetrennte Körperteile und minimales Gekröse. Der Score plätschert derweil ohne Höhepunkte vor sich hin, wobei eine reichlich schlecht gespielte Version von Beethovens Mondscheinsonate gegen Ende den Tiefpunkt verkörpert.
Ein launiges Zombietreiben sieht unterm Strich anders aus, denn dafür ist die Machart zu plump, die Figuren zu oberflächlich und spannende Konfrontationen sind zu selten vorzufinden. Auf atmosphärischer Ebene okay, die Ausstattung geht auch in Ordnung, der Rest ist typisch Perez: Nicht lange drüber nachdenken, rasch abdrehen und unbedingt auf halsbrecherische Action verzichten. Folgerichtig ist der Stoff eine Stunde nach Sichtung bereits vergessen.
Knapp
4 von 10