Für seinen ersten Horrorfilm hat sich Regisseur und Co-Autor Elliot Feld definitiv zuviel vorgenommen. Die Mixtur aus Slasher und Home Invasion allein ist schon eine ordentliche Fingerübung, doch am zusätzlichen Versuch einer schwarzen Komödie sind schon ganz andere gescheitert.
Eigentlich wollte sich Kate (Alexandra Feld) an Halloween mit einem netten Arbeitskollegen verabreden, doch auf Drängen ihres kranken Vaters lässt sie sich dazu überreden, am Junggesellinnenabschied ihrer Schwester Angie teilzunehmen, zu der sie seit fünf Jahren kaum Kontakt hat. Zu viert in einem geräumigen Haus in den Höhen Kaliforniens angekommen, wird die kleine Feier von Eindringlingen unterbrochen…
Einmal mehr ergibt sich das Problem einer viel zu ausufernden Vorlaufzeit, bis das blutige Treiben überhaupt einsetzt. Diese wird nicht für interessante Figurenbeschreibungen genutzt, da es sich bei Kate um eine langweilige Büroangestellte handelt, die später als Spaßbremse während der Mini-Feier auffällt, während die anderen drei als Lehrerinnen tätig sind, wobei zumindest eine sämtliche Klischees der desillusionierten Handwerkerin mitbringt. Da während der Gespräche auch ernste Themen angeschnitten werden, kommt erst gar keine lockere Stimmung auf.
Das ändert sich mit dem Aufkreuzen der Killer-Familie nur geringfügig und nur in Ansätzen kommt ein wenig Situationskomik durch, etwa, als ein Pizzalieferant kurzfristig im belagerten Haus mitmischt oder einem Sterbenden vor dem letzten Atemzug noch relativ viel einfällt.
Diverse Ableben wurden zu Recht mit einer FSK16 abgefertigt, denn Schüsse mit einem Schrotgewehr sind allenfalls als Ergebnis zu sehen, eine Stange im Körper und kurze Schläge mit einem ummantelten Baseballschläger fallen vergleichsweise harmlos und kaum blutig aus.
Spannend gerät die Angelegenheit zu keiner Zeit und obgleich die minimalistische musikalische Untermalung auf angenehme Weise an Artverwandte aus den Achtzigern erinnert, liegt der Stoff meilenweit hinter Genrevorbildern zurück.
Dass Macher Feld die Hauptrolle seiner Gattin zuschusterte, war ebenso eine Fehlentscheidung, wie Komödie und Familiendrama in nahezu einem Atemzug vereinen zu wollen. Trotz passabler Optik kommt kaum Atmosphäre auf und die reichlich schusselige Pointe gibt dem wenig kreativen Unterfangen beinahe den Rest.
3,5 von 10