Review

Sommer. Sonne. Sand. Strand. Strandhäschen. Sex. Super. Weniger super sind die Toten, die seit kurzem am Strand des idyllischen Küstenstädtchens angeschwemmt werden, sehr zum Ärger des Gemeinderates, der (zurecht) fürchtet, dass die Touristen nicht so gerne in leichenverseuchten Gewässern planschen.

Inspektor Molinat (Philippe Noiret), der früher hier gelebt hat & ganz entspannt an den Fall herangeht, sowie sein ehrgeiziger Kollege Leroyer (Guy Marchand) sollen der heiklen Sache auf den Grund gehen. Der launige Streifen von Pierre Granier-Deferre steht in der Tradition der Werke von Claude Chabrol, ist also kein gewöhnlicher Krimi, sondern ein hintergründiger Spaß, der mit den Figuren, der Atmosphäre, der Location, des Kleinstadt-Flairs & mit wahnsinnig viel Sommer-Feeling punktet.

Die beiden Ermittler sind einander in gegenseitiger Abneigung zugetan, an Verdächtigen mangelt es nicht & die jungen Französinnen lungern am Strand oben ohne rum, flirten gerne & sind sehr locker drauf. Als Molinat etwa die Tochter seiner Ex beim Vögeln erwischt, guckt sie ihn bloß herausfordernd an, kein bisschen beschämt. Ertrinken verboten ist ein großes Vergnügen, bei dem das Whodunit-Element in den Hintergrund rückt & bei dem die tragische(re)n Momente aufgrund des generell leichten Tons eine umso stärkere Wirkung entfalten.

Details
Ähnliche Filme