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Wirre Story über ein verfluchtes Geschwisterpaar. Haben sie Sex mit anderen Menschen, verwandeln sie sich in schwarze Panther. Um selbst wieder Mensch zu werden, müssen sie jemanden töten. Katzenmenschen basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1942 und war die zweite Zusammenarbeit von Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Paul Schrader, die zuvor Richard Gere als American Gigolo inszenierten. Während Gere später zum temporären Weltstar wurde, blieb Nastassja Kinski der Durchbruch verwehrt. Kein Wunder allerdings, wenn man sich ihre darstellerische Leistung hier so ansieht. Dazu kommt Malcolm McDowell, der als Unsympath vom Dienst ihren zwielichtigen Bruder mimt. Fazit Erotischer Horrorfilm mit außergewöhnlicher Atmosphäre, der sich ganz dem Stil der frühen 80er unterwirft. Wer Begierde, Wolfen, Der Höllentrip, American Werewolf, und Das Tier mochte, ist hier richtig.
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Man möchte meinen, dass 40 Jahre nach dem alten Schwarz-Weiß-Klassiker in einer Neuverfilmung in erotischer Hinsicht mittlerweile noch wesentlich mehr möglich gewesen wäre, gerade wenn Entjungferung und Inzest thematisiert werden, aber die 82er Version gibt sich lieber recht prüde, blass und gekünstelt. Das ist umso mehr schade, da die weibliche Hauptrolle mit der zerbrechlich wirkenden Kindfrau Nastassja Kinski äußerst reizvoll besetzt wurde, zumal die einen wunderbaren Schmollmund hat. Sie darf auch ein paar sinnliche Nacktszenen absolvieren, aber ihre Kurzhaarfrisur lässt sie bedenklich knabenhaft ausschauen. Auch nicht sehr viel besser steht es mit den Spezialeffekten: Die Verwandlung von Mensch zu Panther wird viel zu rasch vollzogen und ist zudem schlecht ausgeleuchtet. Nicht einmal New Orleans wird als geheimnisvoll-morbider Schauplatz ausreichend eingesetzt. 4 von 10.
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Ein Film, der mit Nastassja Kinski und Malcolm McDowell zwei charismatische Hauptdarsteller aufbieten kann und auf ansprechende Weise zwischen ästhetischer Erotik und teils ziemlich blutigem Horror oszilliert. Mir fehlt leider der Vergleich zum Vorgänger von Jacques Tourneur, aber es ist wohl als recht wahrscheinlich anzusehen, dass die Vorzüge der 80er Jahre-Version von Paul Schrader mehr auf der vordergründigen Ebene liegen. Aber dies spricht nicht unbedingt gegen den Film. Man könnte ihm allenfalls vorhalten, dass der provokanten Ästhetik des Films ein wenig die Fundiertheit und Plausibilität des Handlungsverlaufs zum Opfer fällt. Wir haben es letztlich eindeutig mehr mit einem Film für das Auge als einem für den Verstand zu tun. An Spannung fehlt es nicht, und die Effekte sind zwar nicht zahlreich, aber relativ krass - von der Machart her nicht unbedingt epochal, aber im Ganzen kann ich den Film bedenkenlos eiterempfehlen. Wertung: 8/10