Review
von Leimbacher-Mario
A Diet Place
Brandgefährliche, hungrige, fledermausähnliche Monster entkommen aus einer Höhle, die Millionen Jahre verschütt war. Und nun muss die Menschheit um ihren Platz am oberen Ende der Nahrungskette bangen - am besten so still wie möglich, da die blinden Flughunde aus der Hölle dafür einen verdammt guten Gehörsinn haben…
Natürlich steht „The Silence“ im Schatten des Krasinski-Hits, natürlich ist ihm „A Quiet Place“ haushoch überlegen in nahezu jeder Kategorie. Und dennoch hat auch „The Silence“ genug Zug und Spannung, um eigentlich keinen Verriss zu rechtfertigen. Die Idee ist nicht neu oder kreativ, eher das Gegenteil davon. Der graue Look kann schnell abturnen. Einige miese Computereffekte ebenso. Zudem ist die Chose noch pulpiger und flacher, als man meinen könnte, nimmt sich dabei aber maximal ernst. Ein echter Monstermovie im Grunde. Jedoch wie gesagt auch mit nicht zu verachtenden Qualitäten und sogar dem Zeug einen positiv zu überraschen, gerade wenn die Erwartungen auf Grund der vielen miserablen Kritiken Limbo tanzen. Tucci verhilft jedem Monstermash mit Eloquenz, Intelligenz und Glaubhaftigkeit. Einige Szenen sind durchaus spannend in ihrem Aufbau und das Know How (samt Hitchcocks „Die Vögel“ wohl als Lieblingsfilm) scheint da zu sein. Pacing und Laufzeit lassen keine Längen zu und richtig unterirdisch ist eigentlich nur der plötzliche, unübersichtliche und düster gefilmte, fast antiklimaktische „Showdown“. Ein Sequel will hierzu aber natürlich völlig zurecht niemand.
Fazit: etwas blasse Mischung „A Quiet Place“ und „Pitch Black“. Schweigen ist nicht immer Gold - manchmal eher Kupfer, Blech oder Zinn ohne Sinn. Tucci und Tempo können vor Schlimmerem bewahren. Vielleicht sogar minimal underrated - da sicher keine Vollkatastrophe!