Review

Andreas Schnaas - Ein blutiger Amateur (ha ha).

Handlung:

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(Diese Punkte stehen stellvertretend für einen höchst peinlichen Auflauf unsympathischer Gestalten, deren sinnloses Agieren den Vorwand für die Demonstration von Splattereffekten bildet.)

Andreas Schnaas ist leider alles andere als ein Spitzentalent, was den Aufbau auch der allermindesten Rudimente in punkto Handlung, Atmosphäre und anderer essentieller Eigenschaften angeht. In diesem Werk meint er allerdings offenbar, schon so groß zu sein (ach, auf dem DVD-Rücken heißt es ja auch "Germany's acclaimed master of horror" - kein Kommentar), daß er sich dauernd selbst zitieren müßte. Die Handlung entspricht einem dumpfbackigen Ami-Horrorstreifen in der Amateur-Version. Dabei liegt das Problem hier, wie ich ausdrücklich betonen will, nicht im Bereich des Budgets!!! Vielmehr ist das Problem, daß Schnaas einen ultrapeinlichen Reigen superdämlicher Schnapsnasen präsentiert, mit sich selbst als "Nikos" an der Spitze, statt sich ein wenig auf einen möglichen Sinn des Films zu konzentrieren. Aber nein, man will ja nur einen Partystreifen für bierselige Herrenabende drehen, und da heißt es, so blöd wie nur möglich. Ein debiles altes amerikanisches Ehepaar, zwei Tucken (die bei weitem nicht die einzigen sind, die hier schwul wirken) und Idioten mit rosa Hemd dürfen hier bei oberschwachsinnigen Dialogen belauscht werden. Zwischendurch gibt es Gastauftritte von Lloyd Kaufman, Bela B. und anderen Witzfiguren der Was-auch-immer-Szene. Die obligatorischen, wie immer total unpassenden Ninjas dürfen auch hier nicht fehlen. Das peinlichste ist jedoch der Auftritt von "Adolf Hitler" und "Eva". Hiermit setzt Schnaas allen Peinlichkeiten die Krone auf.

Die zahlreichen, immerhin halbwegs gelungenen, wenn auch recht albernen Splatter-Effekte retten diesen Mistfilm auch nicht. Schnaas soll sich mal in punkto Professionalität ein wenig von Olaf Ittenbach beraten lassen.

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