Chu Yuan gelang mit "Die Bruderschaft der gelben Höllenhunde" wahrlich eine Perle des Easternkinos.
Der englische Tite "Clans of intrique" ist übrigens um einiges treffender, denn Intrigen sind eines der grundgelegenen Themen des Films.
Mit viel Feingefühl für die Dramaturgie und jede wichtige Rolle wird hier die spannende Geschichte des berühmten Schwertkämpfers Chu Liu Hsiang erzählt, welchem eine Reihe von Morden an Meistern der Kampfkunst zur Last gelegt wird.
Aus dem "Tempel des heiligen Wassers" soll er eben jenes Wasser gestohlen und damit die Meister vergiftet haben. Als er die Morde abstreitet, erhält er eine Frist von einem Monat, um den wirklichen Killer zu überführen. Anderenfalls wird er hingerichtet...
Schon der Plot ist sehr verheißungsvoll, weil dem sympathischen Hauptcharakter, der genauso ratlos der Situation ausgeliefert ist wie der Zuschauer, so wenig Zeit gegeben ist.
Chu Yuan konstruiert mit der Zeit ein sehr dichtes Netz aus Intrigen, Rätseln und sonderbaren Charakteren, bei denen nicht immer klar ist, auf wessen Seite sie stehen.
Dies tut er übrigens in hoch ästhtetischen Bildern. Schöne Landschaften, Farben, Kostüme, und wie nicht selten in seinen Filmen auch hübsche Darsteller(innen) sorgen für einen regelrechten Augenschmaus.
Dazu paart sich hier und da platzierte traditionelle Musik aus China.
Nicht zuletzt liefert der Film einem spektakuläre, teils sehr innovative Schwert-, Faust- und andere Kämpfe. Oftmals eine mit viel Können einstudierte Choreographie.
Allerdings geht es in diesem Film nicht "nur" um die Kampfszenen.
Zur deutschen DVD:
Die SB-Klassiker erschienen bekanntlich in einer sehr schönen, gut ausgestatteten Reihe mit vielen Informationen zu den Mitwirkenden, sowie Trailern und Bildergalerien.
Die Bildqualität ist bei alledem überraschend gut, kann ich nur empfehlen.
Fazit:
Von der ersten bis zur letzten Minute liefert "Die Bruderschaft der gelben Höllenhunde" spannende, nicht selten lustige und stets sehr atmosphärische Unterhaltung.
Nicht nur für Freunde der Shaw Brothers Filme ein Muss, das Ansehen lohnt sich.