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Ein mystisches Kung Fu Märchen mit einem roten Faden, der an einen Whodunnit Krimi erinnert, könnte durchaus interessant sein. Nun verlangte das Publikum in den 70ern, insbesondere nach den Erfolgen von Bruce Lee, mit denen Golden Harvest die Shaw Brothers Studios zu überflügeln begann, eher nach einem realistischen Stil. Noch gelang es den Shaws weiterhin Filme mit Hitpotential zu veröffentlichen, man denke nur an den Kultstreifen Die 36 Kammern der Shaolin. Nimmt man jedoch die 76er Zusammenarbeit zwischen Regisseur Chu Yuan und Darstellerlegende Ti Lung, Der Todesschlag der Stahlfinger, als Maßstab, muß man seine Erwartungen deutlich herunterstufen. Erschreckenderweise erreicht Die Bruderschaft der gelben Höllenhunde aus dem Folgejahr nicht mal ansatzweise das ohnehin abgedroschen niedrige Niveau.
Dabei ist es durchaus ein löbliches Vorhaben, sich mehr auf die Hintergründe der Konfrontationen konzentrieren zu wollen, die durch mysteriöse Morde durch Zauberwasser hervorgerufen wurden. Leider entwickelt sich nie ein fesselnder Plot, so daß der Protagonist von einer Stelle zur nächsten irrt, während der Zuschauer unter zunehmenden Ermüdungserscheinungen nachzuvollziehen sucht, wer denn nun mit wem, wer doch nicht und warum überhaupt. In ihrer Belanglosigkeit kann die Handlung dabei locker mit jeder Seifenoper konkurrieren. Eine kleine Überraschung birgt ein ungewöhnliches, von Geistern serviertes Mahl, welches sich ziemlich unsanft in die Handlung einfügt und eher dadurch hervorsticht. Ansonsten sorgen dann doch hier und da ein paar Kämpfe für Auflockerung, aber dafür will man Die Bruderschaft der gelben Höllenhunde nicht in den Player werfen. Das hat man alles schonmal und auch besser gesehen.

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