Wenn sich einst populäre Mimen auf dem absteigenden Ast befinden und in einem Streifen wie vorliegenden stranden, ist die Schauspielkarriere kaum mehr einen Pfifferling wert.
Eric Roberts („Runaway Train“) und Tom Sizemore („Zeugenschutzprogramm“) sind genau hier gelandet und verkörpern nur noch Schatten ihrer selbst in dieser Comic-Adaption von Autor und Regisseur Joe Lujan.
In einer nicht allzu fernen Zukunft haben Kriege die Menschheit reichlich dezimiert, von den ehemaligen Staaten sind nur noch zehn Sektoren übrig. Der US-Sektor wird geführt von Dominion (Eric Roberts), der die besten Kämpfer aller Sektoren gegeneinander antreten lässt…
…mit welchem Ziel erschließt sich übrigens nicht. Es gibt eine Gruppe von Halbmenschen, die Deviants, welche über paranormale Fähigkeiten verfügen. Das wird zumindest bei der Vorstellung der Kämpfer behauptet, - zu sehen bekommt man davon nahezu nichts.
Die kaum vorhandene Story besteht ohnedies nur aus den entsprechenden Kämpfen nebst Vorbereitungen und Taktieren hinter den Kulissen. Figurenzeichnungen tendieren gegen Null und einen Sympathieträger gibt es nicht. Olive, genannt Trikalypse war wohl dafür vorgesehen, doch mit dem vagen Background funktioniert das nicht.
Die durch und durch dilettantische Produktion macht von Vornherein klar, das Kampfsportfreunde komplett leer ausgehen, wenn der erste Fight lediglich aus üblen CGI-Schwaden besteht, die sich die Kämpfer gegenseitig an den Leib hokuspokusen. „Duell der Magier“ lässt grüßen. Etwas später werden die billigen Computereffekte zwar ein wenig reduziert, doch Dynamik kommt zu keiner Zeit auf. Kann auch nicht, denn die ersten Fights werden parallel im Wechsel gezeigt, wodurch natürlich kein Interesse am jeweiligen Verlauf aufkommen kann.
Dazwischen tummeln sich Gastauftritte von Bill Oberst Jr., der sich als vermeintlicher Wüstengott verprügeln lässt, während Tom Sizemore zweimal hinter Gittern zu sehen ist und dabei wettert und poltert, was für die eigentliche Handlung ohne Belang ist.
Eric Roberts läuft indes mit einer Gesichtsapparatur herum, mit der er offensichtlich die Spielumgebungen gestalten kann, - zu sehen ist davon natürlich nichts.
Was dem Fass die Krone aufsetzt, jedoch bezeichnend für die ausbleibende Dramaturgie ist, - der Streifen endet inmitten eines Kampfes. Es gibt keine Auflösung, keinen Sieg für Gut oder Böse, keine Entscheidung und erst recht keine Pointe. Da nützt es am Ende wenig, dass die Kostüme einigermaßen ansehnlich geworden sind und einige Lokalitäten im Ansatz ein wenig Konsolenatmosphäre schüren. Null Spannung, ein überaus geringer Unterhaltungswert, ganz billige Effekte und eine oftmals unzureichende Ausleuchtung bilden nur einen Teil dessen, was überhaupt keine Freude bereitet.
2 von 10