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Immer wieder beliebt: Das stillgelegte Irrenhaus als Schauplatz eines Horrorfilms. Die zwei besten Vertreter dieses Subgenres sind wohl Brad Andersons SESSION 9 (2001) und die Found Footage Spook-Comedy GRAVE ENCOUNTERS (2011). Daran ändert auch der koreanische Influencer-Found Footage-Horror GONJIAM – HAUNTED ASYLUM nichts. 

Der Erfolg eines solchen Streifens steht und fällt mit der Ausstattung und hier erhält GONJIAM die volle Punktzahl: Das Klinikum (bzw. das leerstehende Schulgebäude, in dem gedreht wurde), sieht wirklich zum Fürchten heruntergekommen aus – zerbrochene Spritzen und Ampullen, verklebte Böden, Schimmel, Dreck und Müll, wo man hinschaut. Da bräuchte es im Grunde gar keine übernatürlichen Erscheinungen mehr. Die lassen dann auch entsprechend lange auf sich warten. 

Mehr als eine Stunde dauert es, bis der Film allmählich anfängt, creepy zu werden. Bis dahin sehen wir dem Team aus Streaminginfluencern und Geisterfans bei der Produktion ihrer Sendung zu, was, nun ja, reichlich langweilt und zeitweise nervt. 

Wenn im letzten Akt dann der Horror losbricht, gelingen dem Film zwar einige Gänsehautmomente, aber insgesamt reicht das nicht und wiegt vor allem nicht den zu langen Einstieg auf.

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