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Wer hat das nur durchgewunken? Atlantis als Rave-Disco im TRON-Look, ein Bösewicht mit Wasserkopf, der aussieht wie aus einem 80er-Jahre Power Rangers Film und sich auch so benimmt, eine Horde nass gewordener Mogwais/Gremlins, animierte Springbrunnenfischlein, Nicole Kidman auf der JURASSIC PARK Insel, Wasserschlachten mit Team Hai gegen Team Seepferdchen und ein Finale mit Unterwassergodzilla und dazwischen immer mal wieder Pause machen für den vergeblichen Versuch, die Handlung zu erklären.

Mangelnden Mut zur Abwechslung kann man diesem durchgeknallten Wassermannspektakel bestimmt nicht vorwerfen, dafür aber alles andere: AQUAMAN ist ein superkitschiges, überlanges und -langweiliges Trash-Epos, das leider nicht mal so schlecht ist, dass man es schon wieder gut finden kann – GREEN LANTERN kann aufatmen, der Wanderpokal für den schlechtesten Superheldenfilm hat unter Wasser eine neue Heimat gefunden. Selbst Luc Besson auf Speed hätte einen inhaltlich gehaltvolleren Streifen abgeliefert als diesen hier.

AQUAMAN scheint komplett im Computer entstanden zu sein, inklusive dem Drehbuch und den Szenen auf „Sizilien“, dabei sind die Effekte so schlecht, dass man wie noch vor 15 Jahren im ersten SPIDER-MAN denkt, Zeichentrickfiguren beim Prügeln zuzuschauen, Schauspielerköpfe sind sichtbar in ihre CGI-Körper einkopiert und selbst in simplen Outdoor-Szenen scheint ganz offensichtlich Studiolicht.

Ein weiterer Tiefpunkt in der langen Geschichte künstlerischer Misserfolge von DC, die es nicht mal schaffen, aus einer solchen „Wild Card“ à la GUARDIANS einen unterhaltsamen Film zu machen.

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