iHaveCNit: (on Netflix): Wolfsnächte (Release: 28.09.18/ First Look: 2018)
Den Abschluss 2018 in meiner Netflix-Sektion macht der eiskalte Mysterythriller „Hold The Dark“ bzw. in der deutschen Version „Wolfsnächte“. Der Film basiert auf einem Buch von William Girardi und wurde vom „Green Room“-Regisseur Jeremy Saulnier inszeniert. In den wichtigen Rollen bekommen wir Jeffrey Wright, Alexander Skarsgard, James Badge Dale und Riley Keough zu sehen.
Russell Core ist ein gealterter Wolfs-Experte, der von einer Frau gebeten wird, sich dem Fall ihres vermissten Jungen anzunehmen. Scheinbar sollen die umliegenden Wolfsrudel sich den Jungen geholt haben. Russell Core ahnt noch nicht, welcher Strudel der Gewalt sich noch aus dem Vermisstenfall ergeben wird.
Die Bilder in „Hold The Dark“ sowie die Musik ergeben eine atmosphärisch eiskalte und unheilvolle Stimmung, die einen sofort in den Bann zieht. Der Film ist ein Bruder im Geiste von „The Grey“ und „Wind River“. Mit 125 Minuten ist er schon extrem lang, weil er weniger auf Tempo setzt, sondern einen Sog durch die Atmosphäre und die entschleunigte Spannung entwickelt. Das kann für den ein oder anderen sehr anstrengend sein, weil man glaubt, dass der Film eben auf der Stelle tritt und nicht aus dem Quark kommt. Neben der Eiseskälte gibt es extrem harte und brutale Gewaltspitzen, die es in sich haben können. Der Film bietet dann sogar noch sehr interessante Interpretationsspielräume durch seine Symbolik und die Einbindung der Wolfsmythologie, so dass man sich zur Analyse des Films – sofern man sich durch die anstrengende Laufzeit durcharbeiten möchte – den Film auch mehrfach ansehen kann.
„Wolfsnächte“ - My First Look – 8/10 Punkte.