Review

iHaveCNit: Destroyer (2019)
15.03.2019

Nachdem das letzte Startdatum am 7.3.2019 für mich eine regelrechte Überflutung an interessanten Filmen geboten hat, bleibt es ganz minimalistisch beim 14.03.2019 bei nur einem interessanten Kinostart. Angetrieben durch das Interesse, für welchen Film da eine Nicole Kidman bei der diesjährigen Golden Globe-Verleihung nominiert war gab es erst den Trailer, dann das deutsche Startdatum und nun auch gestern Abend den Kinobesuch. Und ich habe Nicole Kidman selten so gut gesehen wie hier.

Erin Bell ist Cop in LA und ein einsamer, gebrochener Mensch. Sie wird zu einem Tatort gerufen und die Indizien vor Ort erinnern sie an die Zeit, bevor sie so einsam und gebrochen wurde. Diese Indizien bringen sie auf die Spur von Silas, der für ihr Leid verantwortlich ist. Rache ist ihr Ziel.

Karyn Kusamas Neo-Noir-Thriller und Rachedrama ist extrem harte Kost. Je länger ich der von Nicole Kidman gespielten Erin Bell gefolgt bin, umso mehr wurde ich in ihren Abgrund gezogen und konnte mich diesem Sog nicht entziehen. Gerade als emotionaler Kern der Geschichte ist Nicole Kidmans ambivalenter Charakter und das nuancierte, minimalistische Schauspiel das, was diesen Film so unglaublich gut zusammenhält. Karyn Kusamas Inszenierung, die Bilder und die Musik schaffen eine extrem sinistre Stimmung und Atmosphäre. Die nonlineare Narration, die uns die Handlung auf 2 Zeitebenen trennt, hat mir sehr gut gefallen. Aber die Handlung des Films kann da nicht ganz mithalten, denn so perfekt Kidman und die Atmosphäre des Films ist, so blass wirkt alles andere was wir zu sehen bekommen, da wäre mehr drin gewesen. Trotz allem ist der Film extrem spannend, vielschichtig und ein absoluter Karrierehöhepunkt für Kidman, deren Leidensweg mehr als nur „Mut zur Hässlichkeit“ ist.

„Destroyer“ - My First Look – 8/10 Punkte.

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