Das titelgebende Hell Fest ist ein ausgedehnter Themenpark in Sachen Horror und als solches natürlich eine Attraktion für junge Leute, die sich einen wohligen Schauer über den Rücken jagen lassen wollen. Neben vielen anderen geben sich auch 3 Pärchen diesem Vergnügen hin, allerdings ist unter den zahlreichen verkleideten Schaustellergehilfen auch ein echter Killer, der mit Stich- und Schlagwerkzeugen Jagd auf die Gruppe macht, was im allgemeinen Trubel gar nicht auffällt. Als eines der verfolgten Mädchen vor Angst fast durchdreht, tritt die Security auf den Plan und will das Gelände räumen. Aber der maskierte Killer kennt die Örtlichkeit nur zu genau und ist den verbleibenden Gruppenmitgliedern auf der Spur...
Der Slasher Hell Fest baut in seinen Grundzügen auf das bekannte Prinzip der langsamen Dezimierung einer Gruppe nichtsahnender junger Leute auf und bietet somit nicht wirklich etwas Neues, ein Augenschmaus ist jedoch das Setting, dessen ausgedehnte Räumlichkeiten von der von Jahrmärkten bekannten Geisterbahn über Spiegelkabinette bis hin zu Folterkammern und dergleichen reicht. Dazu kommen viele maskierte Helfer, die die jungen Gäste alle paar Meter erschrecken - hier fällt der maskierte Killer The Other nicht weiter auf, wobei das Drehbuch dessen Maske schlauerweise gleich mehr als einem Dutzend Helfer aufgesetzt hat, sodaß der tatsächliche Mörder nur anhand seiner Schuhe zu identifizieren ist. Jener verfolgt die Gruppe sehr langsam und bedächtig, und so hektisch vor allem die Mädels zu fliehen versuchen, nachdem sie merken, daß sie verfolgt werden, holt er sie doch immer wieder ein und findet sie in der Damentoilette, im Spiegelkabinett oder auch versteckt in einer Figurengruppe.
Über die Motive des Killers (der sich stets ein Souvenir seiner Taten mitnimmt, hier einige Passbilder) erfährt man allerdings nichts weiter, lediglich die Auswahl der Mädels (meist solche mit langem, brunettem Haar) scheint auf ein Schema hinzudeuten. Bezüglich expliziter Gewaltdarstellung hält sich Hell Fest (bei nur einer handvoll Opfer kein Wunder) einigermaßen zurück, immerhin ist ein durchbohrtes Auge zu konstatieren. Das eher unspektakuläre Ende beschert zwar keine Auflösung, dennoch sind die knapp 88 Minuten ohne allzu große Längen durchaus unterhaltsam geraten. 6,51 Punkte.