Review

Kirmeskillerkrawalle


„Hell Fest“ wollte ich eigentlich schon letztes Halloween mit Kumpels gucken. Die Idee klang cool, ein wenig wie eine moderne „The Funhouse“-Variante. Das Poster sieht zudem geil aus, ich bin Slasher-Fan und ich hätte ihn sogar fast für teures Geld als 4K-Blu-Ray aus den Staaten importiert - was bin ich froh, dass ich ihn nun für umme streamen und ganz schnell ad akta legen kann... 

In letzter Zeit gab es ja einige dieser „Horrorhaus“-Schocker, Festivalerschrecker ala „Hell House LLC“ (wo sogar eine Trilogie draus wurde), „Extremity“, „Haunt“ oder „Blood Fest“, von denen für mich keiner so richtig den Vogel abschiessen konnte. Um es noch freundlich auszudrücken. Deswegen hatte ich „Hell Fest“ irgendwie als Primus dieser Riege in der Schublade der Hoffnung. Pustekuchen. Auch der ist nur Fast Food und kein mehrmaliges Sehen wert. Der dargestellte Park samt seiner vielen Räume und Locations ist geil, da hätte man als Horrorfreak schon Bock drauf, dort einen Abend mit Freunden und Gleichgesinnten zu verbringen. Aber doch bitte nicht mit diesen anstrengenden Teenager-Nasen?! Außerdem fühlt es sich fast nie wie ernst an, eher immer wirklich wie ein Freizeitpark und Fake, was der Spannung weitere Dolchstöße verpasst. Außerdem ist der Bodycount erbärmlich, zu oft wird einfach nur öde erstochen und alles wirkt eher wie Jahrmarkt statt Alptraum. Selbst wenn das Ding zum Großteil hochwertig aussieht, edel beleuchtet ist, man sich bei den Kostümen und Gruselräumen viel Mühe gegeben hat, sich ein Mord durchs Auge in mein Herz gestochen hat - insgesamt ist das für den hohlen Zahn. 

Fazit: ein paar Dinge wie der sehr coole Park, zwei saftige Kills (inklusive Fulci-Hommage!) und die nette, bunte Beleuchtung retten „Hell Fest“ bei mir vor dem Ausfall. Ansonsten ein extrem generischer, im besten Fall mittelmäßiger, oft einfach nur flacher Slasher, von dem ich viel mehr erwartet hatte und bei dem ich froh bin, ihn mir nicht gekauft zu haben! 

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