Review

Etwa zeitgleich zum Veröffentlichungstermin vom anberaumten Blockbuster „Meg“ mussten „The Asylum“ natürlich ins Fahrwasser springen und ihren eigenen Monsterhai ins Wasser lassen. Es ist leider mehr ein Loblied auf die US-Navy geworden, als ein mitreißender Konfrontationskurs.

Einige Hundert Meilen vor Hawaii befindet sich die USS Shaw. Als plötzlich etwas auf dem Radar auftaucht, macht sich Commander Lynch (Caroline Harris) mit einem U-Boot auf, der Erscheinung auf den Grund zu gehen. Ihr Team rettet drei russische Soldaten, die sich als Meeresforscher ausgeben. Doch dann taucht ein Megalodon auf und verschluckt das kleine U-Boot. Captain Streeper (Dominic Pace) bleibt nicht viel Zeit, denn der Sauerstoff geht aus und der Hai taucht tiefer…

Da sich die Handlung ausschließlich auf und unter dem Wasser abspielt, muss anderweitig für Abwechslung gesorgt werden, denn im Vergleich zu „Sharknado“ findet das Geschehen an einem recht begrenzten Schauplatz statt. Der Einstieg offenbart, dass die Russen mal wieder Schuld sind und auch sonst sorgen sie für mehr Ärger als der Hai, der ab und an sporadisch gegen die Planken schwimmt und lediglich zwei Zivilisten nebst ihrer Yacht verschluckt. Die Militärleute taktieren viel, latschen in ihren viel zu weiten Klamotten auf und unter Deck, doch die direkte Auseinandersetzung mit dem Megalodon will irgendwie nicht stattfinden.

Stattdessen will man herausfinden, was die Russen so Geheimes mit einem Bohrer wollten, Michael Madsen, der für einen Admiral eine unsägliche Frisur und eine sehr billige Sonnenbrille trägt, schaut nur für einen kleinen Zank vorbei und während die Crew auf einen Hai ballert, der fast so lang wie ihr Schiff ist, haben zwei Frauen recht zündende Ideen, um dem Biest zu Leibe zu rücken.

Spannend wird es erst, als den fiesen Russen die Flucht gelingt, bei der sie einmal mehr ein putineskes Verhalten an den Tag legen. Derweil darf der dicke Koch zum Rettungsplan beitragen und Madsen schaut zum Finale doch nochmal vorbei, - ein cooler Moment pro Film muss letztlich drin sein. Die übrigen Mimen, allen voran Dominic Pace und Caroline Harris performen mit Engagement und überzeugenden Momenten und auch der Score treibt einigermaßen an.

Für reine Monsterfreunde ist der Stoff allerdings nicht so knorke, denn während der Hai teils minutenlang weg – oder abtaucht, muss man Militär-Pathos über sich ergehen lassen und Kompetenzgerangel erdulden, was nicht wirklich Spannung erzeugt. Ein ordentliches Tempo ist zwar vorhanden, doch die preisgünstige und offenbar kurzfristige Produktion ließ sogar Touristenschilder wie „Additional viewing area“ oder „Watch your Stepp“ an Bord.
Die Gestaltung des Megalodon geht zwar okay, doch viel zu sehen ist von dem im Endeffekt nicht.
4 von 10

Details
Ähnliche Filme