Review

Mit dem Actionfilm "Nico" gab Steven Seagal sein Debüt als Schauspieler. Allerdings bietet die Geschichte nicht all zu viel und ist stellenweise sehr langatmig inszeniert. Actionszenen sind leider viel zu wenige im Film vorhanden. Hinzu kommt noch, dass in Deutschland bisher nur eine geschnittene Fassung erhältlich ist und der Zuschauer dadurch noch weniger Action zu Gesicht bekommt. Viele Schnitte sind allerdings sehr gut gesetzt und fallen eigentlich nicht auf.

Bei der Kampfszene am Auto merkt man dann zum ersten Mal auffällig, dass etwas fehlt. Wer genau hinsieht bemerkt, dass dem Mann mit der Pistole die Hand abgeschlagen wurde, diese und die Waffe liegen nämlich auf der Straße rum. Auch der kommende Schnitt ist recht auffällig. Beim Kampf im Laden hält Nico die Hand eines Angreifers und dann ist das Klirren einer Scheibe zu hören. Am deutlichsten und schmerzhaftesten sind die Schnitte im Finale, die durch Sprünge im Ton oder gar der Handlung auffallen. Vor allem, dass das Ende des Obergangsters fehlt ist wahrhaft traurig.

Aber auch mit diesen Szenen ist der Film nicht wesentlich besser. Tatsache bleibt, dass der Streifen in seiner Erzählweise an Längen krankt und man zu lange auf Action warten muss. Außerdem können auch die Schauspieler keine wirklich gute Leistung präsentieren, einzig der Gangsterboss wirkt recht überzeugend. Seagalfans wird es trotzdem nicht davon abhalten, sich den Film in der (gezwungener Maßen) geschnittenen Fassung zuzulegen.
(uncut gute) 4 Punkte

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