Review

Steven Seagals Erstling - zugleich ein Erfolg!

Der Chicagoer Cop Nico Toscani macht bei einer Rauschgiftrazzia eine interessante Entdeckung: Er stößt auf eine Sprengstofflieferung, bei der wohl auch die CIA ihre Finger im Spiel hatte. Nico, früher selbst CIA-Agent, gerät auf die Abschussliste eines alten Bekannten und bringt sogar seine Familie in Lebensgefahr ...

Die CIA hat es Seagal angetan. Angeblich war er tatsächlich mal für den Verein tätig, bevor er dann - angeblich - als Präsidenten-Bodyguard arbeitete und Kampftrainer für Hollywood-Stars wurde.
Bei einer Aikido-Vorführung für die Warner-Bosse wurde man auf den Martial-Arts-Meister aufmerksam und Seagal durfte sich sofort selbst die Story von "Nico" auf den damals noch schlanken Leib schreiben.

"Nico" ist ein typischer Vertreter des 80er-Jahre-Actionkinos. Es geht ziemlich ruppig zur Sache und die Geschichte dreht sich um Drogen, Korruption und politische Verschwörungen.
Als Regisseur wurde Andrew Davis verpflichtet, der später mit Seagal "Alarmstufe: Rot" drehen durfte und vor "Nico" bereits einen ähnlichen guten Streifen mit Chuck Norris ("Cusack - Der Schweigsame, 1985) inszeniert hatte.

Im Rahmen des nicht gerade üppigen Budgets darf Seagal zeigen, was er kann. Davis schickt ihn von einer Actionszene zur nächsten. Es wird gefightet, geschossen und verfolgt, dass es eine wahre Freude ist. Zwischendurch sitzt Seagal mit Film-Ehefrau Sharon Stone zu Hause am Tisch und verzieht keine Miene. Sharon Stone, die nur widerwillig mit Seagal arbeitete, sagte: "Seagal ist nicht mal die Tinte wert, die man braucht, um seinen Namen zu schreiben". Sind ganz schön harte Worte für den Mann, der sie persönlich für die Rolle ausgesucht hatte! Aber hat die Dame recht, auch wenn man nach ihrem "Basic Instinct 2" das gleiche über sie sagen könnte.
Seagal taugt wirklich nur für die Kampfszenen. Seine Schauspielerei ist unter aller Kanone, was aber erstens bekannt und zweitens egal ist, zumal er als unbesiegbarer Ex-Irgendwer mit nur einem Gesichtsausdruck recht cool rüber kommt.

In Nebenrollen agieren Standardbösewicht Henry Silva und die wenig geforderte Pam Grier als Seagals Partnerin.

Fazit:
Die knüppelharte Haudrauf-Action aus Seagals sonnigen Zeiten ist in der ungeschnittenen Fassung auch nach 20 Jahren noch ein Bringer! 7/10 Punkten.

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