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Der Chicagoer Polizist Nico Toscani, Kampfsportexperte und Vietnam Veteran, schlägt sich recht gelassen durch die Banden und Gangster der Stadt, doch bei seinem neuesten Fall scheinen höhere Mächte, bzw. Leute aus der CIA, Dreck am Stecken zu haben. Doch nicht allen scheint das Rumschnüffeln zu gefallen, also werden Nico  von seinen Vorgesetzten die Leviten gelesen, doch das macht ihn nur noch wütender. Zusammen mit seiner Partnerin Delores 'Jacks' Jackson sucht er weiter, bis seine Familie in Gefahr gerät.

Mit beinahe 40 ist man als Actiodebütant ja eigentlich ein wenig spät dran, was aber Steven Seagal nicht daran hindert selbst bis heute eigentlich immer die gleiche Figur noch zu spielen. Nico kommt mir dabei eigentlich so vor, als würde er den Staffelstab von Charles Bronson übernehmen, der mit Ein Mann sieht rot ja berits ähnliches Terrain beackerte. Hier ist es jedenfalls noch herzerfrischend, wenn man die neueren Filme kennt, einen durch und durch fitten und schlanken Seagal zu sehen. Seine Stunts macht er noch selber, sogar die Szene als er auf dem Autodach der Bösen durch die Straßen fährt ist noch selbstgemacht, hach waren das noch Zeiten.
Für einen Erstling ist Nico aber schon erstaunlich reif ausgefallen. Klar, die Schauspielkunst  ist noch holpriger als heutzutage, die Oneliner sind auch noch nicht Stateof the Art, aber in Grundzügen kann man schon alles erkennen, was die Fans so schätzen gelernt haben. Sein Aikido ist dynamisch und läßt die Gegner nur so durch die Luft wirbeln, auch knackende Knochen und blutige Einschüsse werden zelebriert, allerdings noch recht dosiert. Man kann dem Film auch durchaus mangelnde Action ankreiden, denn mal ehrlich, wirklich knallen tut es hier noch nicht. Meist sind es sehr kurze Sequenzen, die zwar sehr gut gemacht wurden, aber eben schnell wieder vorbei sind.
Die Geschichte bietet dabei das klassische Einer gegen alle Prinzip. Spätestens als er vom Dienst suspendiert wird, gibt viel Haue für Gangster, korrupte CIA Typen und wer eben gerade sonst noch irgendwie quer kommt. Der private Rachefeldzug gerät mangels Gegnermasse irgendwie aber zu kurz. Selbst der Showdown ist relativ klein und kurz geraten, da ist noch ne Menge Luft nach oben, was so etwa die nächste Dekade auch besser absolviert wurde. Dennoch bietet Nico einfache, harte Action, für die man ihn schätzt (die meisten zumindest) und wenn man an die Erstwerke von Stallone oder JCVD denkt, dann ist das schon ein echter Kracher.
7/10

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