Angeblich mehr eine Parabel auf Drogensucht (?) als eine übermodernisierte Version des Vampirmythos. CRONOS hat zumindest die Karriere seines Regisseurs ins Rollen gebracht und ihn mit dem Kultdarsteller Ron Perlman zusammengeführt - eine lange und ergiebige Kooperation. Die Optik und die Designs zeigen schon mal auf, in welche Richtung sich die Karriere von Guillermo del Toro entwickeln sollte, den ich allerdings für etwas überbewertet halte mit seinen schwermütigen Horrorfantasy-Ergüssen. Auch CRONOS hat mich mit seinem Mix aus halbgaren, nicht immer gleich erkennbaren Hommages und den zu vielen Einflüssen nicht vom Hocker gerissen. Hammer Studios und Körperhorror: Wer diese Dinge mag, der bleibt vielleicht besser bei den Originalen und schenkt sich den bizarren mexikanischen Versuch, diese völlig unterschiedlichen Dinge miteinander zu vermengen.