Review

„Eltern werden ist einfach, Eltern sein schwer“ gilt nicht für jeden…

„Private Life“ erzählt von einem verzweifelten Pärchen Ü40, die noch Eltern werden wollen, es aber scheinbar einfach nicht werden können und schon fast alle Wege ausgeschöpft haben…

Meine Spermienanzahl, meine Privatsache

In den ersten Jahren, in denen Netflix endlich ungefähr das Netflix war, wie wir es heute in etwa kennen, also 2014-2019, habe ich etliche Listen gelesen, in denen „Private Life“ bei den Kritikern fast immer ganz oben in den Toplisten der dortigen Exklusivtitel mitgespielt hat. Und bis heute kann ich absolut sehen warum. „Private Life“ hat Giamatti. „Private Life“ hat schwerwiegende Themen. „Private Life“ verliert weder Hoffnung noch Humor. „Private Life“ kommt aus einer Zeit als noch nicht jeder Netflixfilm den gleichen Filter und Look benutzt hat. „Private Life“ lässt selbst Kathryn Hahn, die ich sonst oft echt nicht leiden kann, gut aussehen. Und „Private Life“ muss ich einfach als einen der echtesten, ungeschöntesten und reifsten Filme bezeichnen, die ich in diesem Jahrtausend aus Hollywood habe kommen sehen. „Private Life“ kann keinen halbwegs vernünftigen und cleveren Erwachsenen kalt lassen - und das sowohl von seinem trockenen Humor als auch von seinem Drama um's Elternwerden… 

Fazit: Einer der besten „Netflixfilme“, die Netflix je im Programm hatte. Und den kaum einer kennt. „Private Life“ ist brillant! Und Giamatti ist langsam aber sicher einer meiner Alltime-Lieblingsschauspieler. 

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