Weil sich der jüdische Kaufmann Judah Ben Hur weigert, seine Landsleute an seinen Jugendfreund Messala zu verraten, schickt dieser ihn zur Strafe auf die Galeeren. Durch einen Zufall kann er dort während einer Schlacht einen ranghohen Römer retten und steigt so zu einem angesehenen Mann auf. Nur von dem Gedanken an Rache beseelt, macht er sich auf, um Messala zur Verantwortung zu ziehen.
Es gibt wohl kaum einen Film, der genau so bekannt ist, wie das Monumentalepos von William Wyler. "Ben Hur" hat jahrzehntelang die Liste der oscar - prämierten Filme angeführt. Erst "Titanic" wurde ebenfalls mit elf der begehrten Trophäen ausgezeichnet. Und wirklich: Alles an diesem Film ist absolut gigantisch. Angefangen bei der Länge von 222 Minuten, über die schier unglaubliche Detailversessenheit der Kostüme bis hin zum gigantisch inszenierten Wagenrennen. "Ben Hur" ist ein optischer Overkill, der auch heutzutage an Aufwändigkeit kaum zu überbieten ist.
Zugleich wird die Situation der damaligen Zeit, vor allen Dingen auf dem Gebiet der Ethik sehr gut getroffen.
Natürlich hat der Film seine Längen, aber einmal angefangen, kommt man nicht mehr davon los. Auch die Schauspieler, allen voran Charlton Heston, sind absolute Spitzenklasse.
Insgesamt wird "Ben Hur" seinem Ruf absolut gerecht. Wenn es einen Film gibt, den man als "Epos" umschreiben sollte, dann ist es dieses Meisterwerk.
10/10 Punkte