Review

Zunächst einmal war der Film unterhaltsamer als angenommen, irgendwie aber auch nicht so ganz befriedigend. Da ist zum einen Tom Hardy als verlotteter Reporter, der in dieser Rolle nicht so ganz überzeugt. Noch blasser bleibt sein Gegenspieler, selten einen so schwachen Bösewicht gesehen. Das Drehbuch haut einen nicht gerade vom Hocker, die Effekte überzeugen nicht so ganz, der Action-Overkill am Ende nicht so recht zum Rest des Films. Grösstes Problem ist aber die Tonalität des Films. Man will sich als düsteres Epos von anderen Marvel-Filmen absetzen, doch genau das gelingt nicht. Zwar ist der Film um einiges härter und brutaler als Spidey und MCU und Co, aber eben nicht so düster wie z.b. die Nolan-Batman-Trilogie. Er bleibt halt doch noch ein Popcornfilm, der nicht weiss, wohin er steuert. Im DCU haben die Charaktere eine düstere emotionale Tiefe, im MCU einen hohen Grad an Sebstironie, in beiden gibt es moralische und philosophische Ansätze. Beides fehlt hier komplett.
So ist "Venom" halt nur ein durchschnittlicher Unterhaltungsfilm. Kann man mal sehen, ist aber auch schnell wieder vergessen.

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