Review

Süßer Kopf, nichts dahinter

"Frenchies" ist eine schwarz-weiße Parabel über allgegenwärtige Vorurteile und die scheinbar kaum unterdrückbare Angst vor dem Fremden - klingt nicht nur wie unmittelbar am Zahn der Zeit, ist es auch. Und dennoch war die Geschichte über die neuen Nachbarn mit den Hundeköpfen nicht besonders ergiebig, neuartig oder fesselnd. Das Thema ist akut aber ausgelutscht, da können die schicke Optik und ein paar eklig-feine Einfälle wenig dran ändern. Es wirkt wie eine Fingerübung. Mit einer Message, die man zwar nicht müde werden sollte zu predigen, deren Überraschungsmoment aber mehr als abgenutzt scheint. Egal in was für einem Setting, egal wie surreal, egal mit welchen Umwegen und Metaphern. Das ist schon okay für die ersten Gehversuche junger Filmemacher, Schauspieler, Beleuchter, Drehbuchschreiber und Co. Mehr aber zu keinem Zeitpunkt.

Fazit: kein Kurzfilm, den man sehen muss. Dafür sollten einem selbst die paar Minuten zu schade sein. Stilistisch noch in Ordnung, inhaltlich Stangenware, schon tausendfach gesehen, vorhersehbar und extrem simpel. Nur als Warm-Up einigermaßen brauchbar, sowohl für Zuschauer wie für die Macher. 

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