iHaveCNit: Anna (2019)
16.07.2019
Ganz ehrlich – bis ich irgendwann vor ein paar Wochen den Trailer zu „Anna“ im Kino gesehen habe, ist der Film vollkommen an mir vorbeigegangen. Da der Juli in 2019 relativ dünn gesät ist, was interessante Kinostarts angeht, habe ich mir dann „Anna“ auf die Liste gesetzt und heute abgehakt. Wer sich noch an „Atomic Blonde“ mit Charlize Theron oder auch „Red Sparrow“ mit Jennifer Lawrence und die Serie „Alias“ mit Jennifer Garner erinnert, wird mit Luc Bessons „Anna“ einen Film finden, der in die gleiche Kerbe schlägt, wobei er nach meinem Empfinden wesentlich schlechter als „Atomic Blonde“ und auch „Alias“ ist, aber auf jeden Fall nicht das gleiche Schicksal wie „Red Sparrow“ teilt, der mir das langweiligste und gruseligste Kinoerlebnis des letzten Jahres und überhaupt beschert hat.
Die gut aussehende Russin Anna arbeitet als gefragtes Model und reist zu den gefragtesten Modestädten der Welt um ihre Aufträge abzuarbeiten. Doch Anna führt ein Doppelleben – als Auftragskillerin und Spionin des KGB.
„Anna“ eignet sich gut, wenn man ohne große Ansprüche einfach Lust auf einen klassischen Spionagethriller nach Schema F Lust hat. Bedingt durch den auf jeden Fall nicht unbedingt langweiligen Plot und teils guten Actionsequenzen macht der Film mir auf jeden Fall genug Laune. Die nonlineare Narration, in denen wir immer wieder Zeitsprünge machen sorgt natürlich auch dafür, dass der doch manchmal sehr oberflächliche Film mit einem gewissen Tiefgang und Spannung ausgestattet wird. Wer sich jedoch im Genre auskennt, wird einen Teil der Überraschungen und Wendungen als relativ klassisch formelhaft und vorhersehbar betrachten. Schauspielerisch machen das alle Beteiligten wie Helen Mirren, Cillian Murphy und Luke Evans relativ routiniert ohne sowohl schlecht als auch gut zu sein. Ob es Luc Besson schafft, nach Milla Jovovich in den 90ern nun erneut ein Modell, die Russin Sasha Luss nach einer Nebenrolle in „Valerian“ und der Hauptrolle hier, relativ erfolgreich als Schauspielerin zu etablieren, dass wird die Zeit zeigen müssen.
„Anna“ - My First Look – 6/10 Punkte.