Review
von Leimbacher-Mario
Sucks!
Die Überschrift sollte keinen täuschen und wurde mal wieder wie so oft nur genutzt, weil es zur Story/dem Höhepunkt passt und lustig ist - denn "Latched" sucked auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte über eine zufälligerweise durch Muttermilch erweckte monströse Waldfee, die eine dauertanzende Mutter und ihre bezauberndes Baby bedrängt, ist äußerst wendig, unterhaltsam, hübsch und gelungen.
Man merkt jederzeit, dass es die Familie des Regisseurs und Drehbuchschreibers ist, die er da anfangs recht idyllisch und später von dem Fabelwesen bedroht einfängt. Man lässt Hobbies wie das Tanzen harmonisch mit in die Geschichte einfließen und die Produktion wirkt jederzeit professionell. Vom klasse Monsterdesign über einen erwähnenswerten Score bis zu dem extrem süßen kleinen Jungen, der wohl sogar noch dem größten Miesepeter der Welt ein Lächeln ins Gesicht zaubern könnte - "Latched" verknüpft klassischen Monsterhorror mit einer glaubhaften weil echten Familie und einigen kleinen Überraschungen und Twists. Die Macher und viele der Beteiligten sind definitiv bereit für grössere Aufgaben. Und damit meine ich natürlich einen Langfilm. Denn dieser schaurige Feenzauber ist nicht der erste Shortie-Hit des Teams (s. u.a. "Kookie").
Fazit: sehr feiner Mini-Monster-Schocker, der die Legende der süßen Fee mal ganz anders interpretiert und einen feinen Bogen zum Mutterinstinkt und zur familiären Idylle schlägt. Ein klasse Lückenfüller, Appetizer, Horrorhappen - 17 Minuten, die keiner bereut!