Review

Attack the Collegeblock


Eigentlich spricht oberflächlich alles dafür, „Slaughterhouse Rulez“ neben „Hot Fuzz“, „The World's End“ und „Shawn of the Dead“ zu stellen. Nur leider merkt man dann schnell, dass dieser Vergleich mal so gar nicht passt. Zumindest qualitativ. Und selbst ohne diese hohen Erwartungen kann man „Slaughterhouse Rulez“ leider allerhöchstens Durchschnitt attestieren. Wenn überhaupt. Das ist mega schade. Fast seltsam. Erst recht bei diesem Talent am Start... Es geht um eine britische Eliteprivatschule, in dessen Nähe plötzlich Fracking betrieben wird. Und das bringt als katastrophale Nebenwirkung mit, dass sich gefräßige Höhlenkreaturen aus den Tiefen an die Oberfläche gespült sehen und die nerdigen Schüler ein bravuröses Willkommens-All-You-Can-Eat darstellen...

„Slaughterhouse Rulez“ ging völlig unter - aber bei seiner Einfallslosigkeit mag das trotz aller Beteiligten keinen wundern. Da wird „Last Night In Soho“ von Edgar Wright ebenfalls denke ich als Horrorkomödie und in dieser Richtung baldigst sicher gewaltig mehr Welle schlagen. Crispian Mills zahme Monstercomedy hier kann dagegen getrost weiter unter jeglichen Radaren fliegen. Denn er enttäuscht trotz ein paar mildester „Goonies“- und „Boy Soldiers“-Vibes auf weitester Linie. Oft hektisch und wenig gekonnt geschnitten, ein paar Gewaltspitzen reißen nichts mehr raus, wirken eher unpassend. Dazu bleiben die Jugendlichen (selbst ein Asa Butterfield) genauso blass wie die Erwachsenen und größeren Namen. Alles wirkt unfertig und schnell hingeschmissen, wenig kreativ oder eigen, sehr öde und mit viel, viel zu viel Anlaufzeit versehen. Erst recht wenn der geplante Payoff dann auch nicht rockt. Ein paar Songs tun das hingegen, das Monsterdesign ist schön schleimig (wenn man sie dann mal sieht) und die Grundideen samt Inspirationen machen auf dem Papier sicher genug her. Was das Endergebnis allerdings nur umso ernüchternder und vergessbarer erscheinen lässt. 

Fazit: nicht annähernd auf dem Niveau anderer Genrekomödien/-Parodien von Frost, Pegg und Co. Andererseits sind sie auch nur Darsteller und sicher nicht treibenden Kräfte hinter dem Projekt. Dennoch: „Slaughterhouse Rulez“ rult leider nur sehr wenig... Nice Try. Maximal. Eher erstaunlich lahm. Nur ein Derivat viel besserer Vorbilder. Eigentlich der perfekte unterwältigende Film, den ein Studio schleunigst und mit Kusshand an Netflix verkauft... 

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