Review
von Leimbacher-Mario
The Lighteners
In „Deadtectives“ folgen wir einem Team von Fernseh-Geisterjägern, das sich bisher immer mit Fakes und Finten Einschaltquoten erschummeln konnte. Doch dann kommt für das Staffelfinale und gegen sinkende Einschaltquoten ein Spukhaus im Hinterland von Mexiko auf den Tisch, das nicht nur eine belebte, blutige Vergangenheit besitzt, sondern auch unsere modernen „Ghostbusters“ und Reality-TV-Sternchen vor bisher unbekannte, echte Geister und Gefahren stellt...
„Deadtectives“ hat eine gesunde Portion Retrocharme, die Chemie im Cast stimmt, das Herz sitzt da wo es hingehört, viele Witze zaubern mindestens Schmunzler ins Gesicht und Design + Make-Up + Effekte (egal ob praktisch oder aus dem Computer) können sich ebenfalls sehen lassen. Zwar kennt man fast alles schon aus Filmen wie „The Frighteners“ sogar noch ein Stück origineller und besser, doch auch mit diesen sympathischen Betrügern kann man eine unbeschwerte Zeit haben. Man sollte nur eben weder vom Horror noch von der Comedy wahre Wunder erwarten. Doch der Mix stimmt, die Balance ist erwähnenswert solide, diesem mexikanisch-amerikanischen, filmischen Mischwesen kann man nie allzu lange wirklich böse sein. Selbst wenn sich bei mir zwischendurch doch manchmal etwas Leerlauf, Redundanz und Langeweile light breit machten. „Deadtectives“ ist keineswegs auf dem Niveau solcher direkter Klassiker wie „What We Do In The Shadows“ oder „One Cut of the Dead“, man reißt sich vor lauter Lachen nicht das Zwerchfell. Für einen ungefährlichen Abend mit ein paar Bierchen und Genrefreunden reicht’s jedoch locker und spielerisch.
Fazit: eine humorvoll-seichte Geisterbahnfahrt zwischen „Grave Encounters“ und „Ghostbusters“. Nett. Und das ist hier mal wirklich so und nicht gemein gemeint.