Hammer goes Martial-Arts. Die legendären Hammerstudios haben sich mal ganz was neues einfallen lassen und vermischen die Thematiken des Vampirismus mit Kung-Fu.
Prof. van Helsing (Peter Cushing) befindet sich um 1904 in China, um mehr über die chinesischen Mythen des Vampirismus zu erfahren. In der Uni erzählt er eine Legende über ein kleines verfluchtes Dorf, welches unter dem Joch von 7 goldenen Vampiren steht.
Doch niemand glaubt van Helsing, sowohl Studenten als auch Professoren wenden sich von ihm ab. Erst Abends bekommt van Helsing Besuch von Hsi Chiang (David Chiang). Er glaubt van Helsing, wurde doch sein Großvater vor vielen Jahren in dem Dorf getötet. Van Helsing stimmt zu, die Reise anzutreten, doch es fehlt das Geld. Mittlerweile hat sich aber van Helsings Sohn Leyland mit der Norwegerin Vanessa Buren (Julie Ege) angefreundet und sie beschließt, die Reise zu zahlen. Zusammen mit Hsi Chiangs Brüdern, allesamt Martial Art Experten, machen sie sich auf den Weg ins verfluchte Dorf. Nicht nur die Reise ist gefährlich, am Ziel erlebt van Helsing eine Überraschung. Dracula (John Forbes-Robertson) wartet bereits auf ihn...
Wir erleben hier absolutes Neuland bei den Hammerfilmen. Kämpfte van Helsing sonst immer nur in Europa gegen den Grafen Dracula, so ändert sich das Szenario in China vollkommen. Hier hat van Helsing nicht mehr einen Gegner, sondern gleich sieben, die besagten goldenen Vampire.
Vielleicht weil das Vampir-Genre zu dieser Zeit so gut wie am Ende war, hatte man sich entschlossen, noch mal etwas neues auszuprobieren. Und wie es die Zeit will, musste auch alles etwas direkt er sein. Daher verpflichtete man Roy Ward Baker als Regisseur, der schon dem Vampirfilm „Scars of Dracula“ ungemein mehr Brutalität eingehaucht hatte.
Auch dieser Baker-Film ist um einiges blutiger als die anderen Vertreter der Hammer-Riege. Hinzukommen dann auch noch, für den klassischen Vampirfilm, ungewöhnliche Martial-Arts Szenen, die aber recht gut choreographiert sind.
Das Hauptaugenmerk wird natürlich wieder auf Peter Cushing gelegt, der wie immer sehr gut den Vampirjäger Professor van Helsing darstellt und ab und zu auch munter mitmischen darf, wenn es gegen Vampire und andere Untote zu kämpfen geht.
Auch noch recht ungewöhnlich für einen Hammerfilm was das Cinemascope-Format. Aber gerade bei den vielen Kampfszenen war es wohl nötig für Baker, dieses Format zu wählen. Ab und zu werden noch recht hübsche Bilder Chinas eingefangen, für das Auge gibt es also auch was.
Schlusspunkt ist natürlich ein großes Finale, welches für van Helsing noch mit einer Überraschung endet. Die Figur des Dracula wurde auch noch hereingebracht, da er quasi die sieben goldenen Vampire wieder zum Leben erweckt. Die relativ kleine Rolle wurde wohl auch deswegen nicht von Christopher Lee übernommen, sondern vom eher unbekannten John Forbes- Robertson.
Fazit: Ungewöhnlicher Film aus den Hammerstudios, aber nicht minder unterhaltsam. Fans des Horrorgenre werden sich hier ebenso wie die Martial-Arts-Fans hier wohlfühlen. Halt mal was ganz anderes.