Review

Gesamtbesprechung (Staffel 1 - 3)

Norwegen, anno 790, das von den Wikingern bewohnte Norheim geht seinem Alltag nach. Dazu gehört das Dorfleben, Sklavenhaltung, Ränkespiele um die Stellung im Dorf und natürlich geht man auch gerne auf Reisen. Zum Plündern, Morden etc.
Dass das weder einen dokumentarischen Anspruch hat, noch hier eine ernsthafte Herangehensweise zugrunde liegt, wird recht schnell klar. Denn nicht nur parodiert „Norsemen“ diverse Klischees, jede/r hat hier mehr oder weniger einen an der Waffel. Die Figuren haben alle ihre Eigenheiten und (Un-)Fähigkeiten, das zieht sich auch durch alle Schichten. Vom Herrscher über die Kriegerkaste bis hin zu den Sklaven, wobei es mitunter schwer ist, viele wirklich gern zu haben. Ein Herz für Kark.

Der Humor ist dabei weitreichend, da geben sich Wortwitz und manche Derbheit die Klinke in die Hand. Unterhaltsam und witzig ist das alles durch die Bank, allerdings wiederholen sich irgendwann mancher Habitus einfach. Das Szenario wird gut genutzt, ist aber letztendlich auch begrenzt, will man in der Parodie bleiben. Trotzdem macht „Norsemen“ ausreichend Spaß, sofern man mit dem Drumherum etwas anfangen kann.
Das Ganze guckt sich auch gut weg, besteht die Serie doch nur aus 18 Folgen in drei Staffeln. Dabei spielt Staffel drei zeitlich vor den anderen beiden. Ein feiner Kniff, denn nicht nur erfährt man so, wie es zu mancher Konstellation überhaupt kam, es werden auch schon witzige Anspielungen auf spätere Ereignisse untergebracht.

„Norsemen“ ist ein witziger Ausflug in die Zeit der Wikinger, nimmt sich nicht ernst und schreckt auch nicht vor Albernheiten zurück. Wirkt manches im Verlauf auch nicht mehr ganz so frisch, so bietet die Serie ein schönes Setting, ein spielfreudiges Ensemble und genug Kurzweil.

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