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PeeWee Williams ist ein Farmerbursch aus Kansas und träumt davon bei der Air Force in einem Bomber als Bordschütze fliegen zu können. Seine daheim auf den Feldern bei der Jagd nach Krähen erlernten Schießkünste helfen ihm dabei.


Burgess Meredith dürfte den meisten wohl aus Stallones Rocky Reihe oder den beiden Grumpy Old Man Filmen bekannt sein. Hier spielt er an der Seite des späteren US-Präsidenten Ronald Reagan den jungen PeeWee.

Das Doku-Drama, das 2013 vom Academy Film Archive archiviert wurde, ist letztlich ein amerikanischer Propaganda-Film, der den jungen Männern den Dienst in der Air Force schmackhaft machen sollte. Es zeigt die fünf-wöchige Ausbildung zum Bordschützen, die sicher fordern und weit weniger fröhlich als hier dargestellt gewesen sein dürfte. Dass PeeWee der Beste seiner Truppe ist und sich ganz flott schon einen Orden verdient, lässt den Krieg eher wie ein Abenteuer erscheinen. Passend dazu meint der Off-Kommentator, dass die jungen Crews kaum den ersten Einsatz und den ersten echten Kampf erwarten können.

Aber etwas anderes ist von einem Film, der vermutlich das Ziel hatte, Bewerber anzulocken, auch kaum zu erwarten. Sieht man von der Propaganda ab, ist der Film insgesamt eigentlich recht gelungen. Pacing und Dramaturgie passen. Von der nicht uninteressant dargestellten Ausbildung, die einen guten Einblick in die damaligen Methoden bietet, geht's in den Flieger und in der Luft auch straight ins erste Gefecht. Selbstredend räumt PeeWee ab. Aber das ist mit ein paar Miniaturen und einer schönen, auf den Absturz einer japanischen Jagdmaschine folgenden Explosion sogar recht wertig inszeniert und hält dadurch auch gut bei Laune.

Da mich Propaganda dieser alten Art herzlich wenig tangiert, hatte ich meinen Spaß, zumal Mr. Meredith ein sympathisch wirkender Typ war.

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