Review

In einer Block- und Quader-Welt ohne Farben vegetieren diverse Personen, bis bunte Vögel, gejagt von einer Katze, Farbe in ihr Leben und die Welt bringen.


Manchen Filmen, wie diesem animierten Kurzfilm, kann ich einen gewissen künstlerischen Aspekt nicht absprechen, weil ich rein logisch oder intellektuell, sucht euch was aus, Kunst ab und an erkennen kann. Allerdings kann ich sie nicht verstehen, nicht begreifen, was mir Farbkleckse auf Leinwänden, verzerrte Augen auf Plastiken oder ein Trabbi in einer Betonpyramide sagen sollen. Der Sinn entgeht mir völlig. Ich sehe die Oberfläche, und wenn es sich nicht um das Bildnis einer Landschaft mit oder ohne mystischen Touch handelt, turnt mich das gnadenlos nicht an.

Auch diese farblose Welt, ihre komischen Figuren und die bunten, an Friedenstauben erinnernden Colourbirds tangieren mich wenig bis gar nicht. Dagegen spricht mich die Katze, die von dem ganzen sinnlosen Treiben unfassbar genervt zu sein scheint, absolut an. Ich bin wohl doch in einem früheren Leben eine Katze gewesen. Black Cat for the Win!

Entsprechend zog sich das kurze Filmchen wie farbloses Schuhleder und wollte gefühlt nicht enden. Immerhin kann man den seinerzeit 1974 (mein Geburtsjahr, daher die Sichtung) in der UDSSR gedrehten, heute Estland zugehörigen Film gut im Original schauen, da er ohne Worte auskommt. Und für sein Entstehungsjahr ist die Animation auch zumindest technisch gelungen und für andere als meine Augen sicherlich auch ansprechend.


Insofern können Freunde animierter Kunst oder Arthaus-Fans trotz meiner rein subjektiv gefärbten, pro-kätzischen Negativ-Bewertung getrost einen Blick riskieren. Mindestens als kleine Kuriosität geht das Dingen durch.

Details