Review

Zum Abschalten fad…14.02.2020

Es treffen sich drei Figuren aus den Firmen von Herrn Shyamalan, den man nach diesem Film besser als Scharlatan bezeichnet. Der unverwundbare Bruce Willis samt dem Glasknochenmann Samuel Jackson aus Unbreakable, dazu der völlig überdreht aufspielende McAvoy aus dem gelungenen Mehrpersönlichkeitenfilm Split. Das Zusammentreffen der Figuren als äußerst konstruiert zu bezeichnen ist fast schon eine Untertreibung. Dumm zudem, daß das Meeting in einem Krankenhaus / einer Psychiatrie stattfindet, was zwar das Budget begrenzt, leider aber auch die Örtlichkeit. Zuviele Filme hat man schon gesehen, die wenige Drehorte hatten, das ist für den Betrachter langweilig, wenn die Handlung es nicht wettmacht – und das tut sie hier nicht.

Eine Psychiaterin fungiert als Erklärbär, Jackson sabbert, Willis ist grundlos eingesperrt, und warum das ganze? Weill die Dame beweisen will, daß es keine übermenschlichen Fähigkeiten gibt…und weil man ja mit irgendeinem Drehbuch hausieren gehen muß, um Produktionsgeld abzugreifen. Hier ist die Spannung schon nach zehn Minuten raus, denn da treffen sich Willis und McAvoy – und bis dahin ist der Film packend, gut inszeniert, macht Lust auf mehr, doch mehr kommt nicht. Man faselt, McAvoy darf alle zehn Sekunden eine andere Persönlichkeit vorzeigen, und das, was bei Split sehr gut war, wird dadurch komplett ins Lächerliche gezogen.

Es kommt der Zeitpunkt, an dem man sich einfach nur noch langweilt, man realisiert, daß man dem Scharlatan aufgesessen ist, und dann in Absprache mit der Liebsten den Film enttäuscht aus dem DVD-Player nimmt. Damit Du. Lieber Leser, es besser machst, rate ich dazu, keine Lebenszeit an das völlig banale Universum des Scharlatans zu verschwenden – wenn Du Superhelden magst, gibt es für Dich ein breites, weitaus besseres Angebot. Und wenn Du Thriller magst, gilt für Dich das gleiche. Für diesen Film hier: guter Auftakt, der Rest Mist, den Film hätte es nicht gebraucht - 3/10

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