Teil 7 der legendären "Halloween" - Reihe gehört in meinen Augen mit zu den besten Fortsetzungen des Originals. Viele mag es wohl stören, dass "H20" auf der Teeniewelle reitet. Mich stört dies ehrlich gesagt überhaupt, denn auch an "Scream" und den anderen bekannten Teenieslashern habe ich bereits Gefallen finden können.
"Halloween 7" lässt die Teile 3-6 außer Acht und knöpft 20 Jahre später an die "Nacht des Grauens" an. Laurie Strode ist inzwischen sichtlich zu einer erwachsenen Frau herangereift, die nun unter anderem Namen als Direktorin an einer abgelegenen Privatschule arbeitet. Donald Pleasence als Darsteller von Dr. Loomis ist leider schon verstorben (Ich wusste, die Filme bringen ihn eines Tages noch mal um) und so weiht auch der gute alte Loomis hier bedauerlicherweise nicht mehr unter den Lebenden.
In den Anfangssequenzen bricht Michael Myers in das Haus der Krankenschwester aus Teil 1 und 2 ein, um an die Unterlagen über Laurie zu gelangen. Bei seinem kleinen Hausbesuch hinterlässt er auch erstmal drei Leichen.
Im weiteren Verlauf geht es dann etwas gemählicher zu. Szenen, in denen Unschuldige mal auf ein schäbiges Toilettenhäuschen müssen und dort Bekanntschaft mit Michael machen, sollen die Spannung weiter auf hohem Niveau halten, was in einigen Filmpassagen aber nicht immer gelingen will. Myers nährt sich Laurie und ihrem Sohn nämlich nur sehr langsam, aber wir sollten uns vor Augen halten, dass Michael im Original anfangs auch nicht der Schnellste war.
Bis es zum finalen Showdown kommt, können wir uns an kleinen Bonbons erfreuen. So läuft zum Beispiel ganz kurz mal "Scream 2" im Fernseher der Teenies. Diese Kleinigkeit sowie auch beispielsweise das kurze Erklingen des "Psycho" -Themas sind wirklich nett und witzig gemacht und bringen Frische in die "Halloween"- Reihe.
Geslasht wird selbstverständlicherweise auch; zwar nicht ganz so hart wie in den Teilen davor, aber immer noch sehenswert. Etwas zu klischeehaft sind bloß die Opfer. Das heißt, dass die liebgewohnenen Charaktere natürlich am Leben bleiben.
Die Darsteller machen ihre Sache ganz gut. Jamie Lee Curtis bringt als "Scream-Queen" natürlich ihre Erfahrung aus dem Original mit und wirkt zu Beginn noch sehr ängstlich. Aber der Alkohol macht ja stark und so fasst sie sich ein Herz und steht Michael Auge um Auge im Showdown gegenüber.
Josh Hartnett ist wohl eher was für die weiblichen Fans, als Lauries Sohn geht er aber trotzdem noch akzeptabel durch. Nur mit seinen Haaren sollte er mal was machen. Das sieht da oben ja aus, als wäre er soeben aus dem Bett gefallen.
Und LL Cool J in der Rolle als "Parade-Gut-Drauf-Schwarzer" ist hier doch zu ertragen, da man sich nicht die üblichen coolen Sprüche an hören muss.
Mit dem berühmten "Halloween" - Thema versucht die sechste Fortsetzung in Teeniemanier aufzutrumpfen, was meiner Meinung nach auch gelingt, zumal man auch nette kleine Anspielungen auf das Genre eingebaut hat.
Nach diesem Streifen dürfte Myers eigentlich keinen Sauerstoff mehr zu sich nehmen können, aber wie wir alle wissen, steht Teil 8 schon vor der Tür. Leider, denn das Ende von "H20" wäre ein guter Abschluss der Reihe gewesen. Aber wie heißt es doch so schön: "Das Böse stirbt eben nie aus..." (Noch 8/10 Punkten)