Review

Es gab eine Zeit, da waren Filme mit Sylvester Stallone ein Garant für grundsolide Unterhaltung. Doch ein wenig scheint es, als würde er denselben Weg wie Bruce Willis einschlagen, um bedeutungslose Rollen lustlos abzuarbeiten. Und mit dem hat Regisseur Brian A. Miller ebenfalls einige Erfahrungen gesammelt.

Nach einem Bankraub flüchten die Täter und geraten in eine Schießerei, welche nur Mac (Matthew Modine) überlebt. Er landet im Knast, leidet jedoch unter Amnesie und kann sich nicht an den Ort des Beuteverstecks erinnern. Als er von drei Leuten heimlich aus dem Gefängnis gebracht wird und ein Präparat zur Bewusstseinserweiterung erhält, kann sich Mac langsam erinnern. Doch Cop Sykes (Stallone) ist den Flüchtigen bereits auf der Spur…

Der erste kleine Schock stellt sich bereits nach wenigen Minuten ein: Wo ist Thomas Danneberg, der Stammsprecher von Sly? Nichts gegen Axel Lutter, doch dessen Stimme passt rein gar nicht zum einstigen Actionhelden.
Auch die Schießerei zu Beginn offenbart arge inszenatorische Schwächen, denn Schützen treffen trotz Zielfernrohr aus acht Metern Entfernung nichts außer den Wald, während die beschossenen Fahrzeuge offenbar allesamt verpanzert sind, denn Einschusslöcher sind da nicht auszumachen.

Die Idee mit dem unter Amnesie leidenden Bankräuber liest sich auf dem Papier ganz gut, doch auch hier mangelt es an einer spannenden Umsetzung, entsprechende Erkenntnisse glaubwürdig aneinanderzureihen. Speziell die Erinnerungsfetzen werden in eine billig aussehende Optik mit Überbelichtung und Wackelkamera verpackt, was erst im letzten Drittel minimal überschaubarer ausfällt.

Der Showdown in einer ehemaligen Betonfabrik bleibt ebenfalls hinter den bereits herunter geschraubten Erwartungen zurück und beinhaltet erneut einige Unglaubwürdigkeiten.
Der Ausgang mag zwar in gewisser Hinsicht versöhnlich stimmen, doch er ist gleichermaßen komplett unglaubwürdig.

Was bleibt, ist ein wenig engagierter Stallone, der in einer Nebenrolle als Figur ohne Fundament in jeder Hinsicht austauschbar bleibt. Modine performt immerhin halbwegs passabel und auch Ryan Guzman hat als einer der Entführer ein paar wenige Momente.
Ansonsten wenig Action, kaum Spannung, langweilige Schauplätze und ein recht schwaches Drehbuch, welches die Möglichkeiten der Prämisse nie richtig erkannt hat.
3,5 von 10

Details
Ähnliche Filme