Monster Hunter: Evil Valhalla Rising
„The Head Hunter“ aka „Viking Vengeance“ ist mein minimalistischer Tipp,
was ist das bitte für ein geiler, ursprünglicher Fantasy-Horror-Trip?!
Ein neuer Heiliger Gral für sein Nischenpublikum,
da guckt manch ein millionenschwerer Blockbuster dumm.
Für ein Taschengeld wurde hier Episches auf die Beine gestellt,
ohne Umwege ist dieser Wikingeralptraum weit auf meinen Charts nach oben geschnellt.
Klar, wird (budgetgeschuldet) viel dem Köpfchen und der Vorstellung überlassen,
dennoch konnte ich hier etliches vor lauter eiskalter Ekstase kaum fassen.
Ein Monsterjäger hängt sich Fratzen an die Wand,
hat er leider noch nicht das Mördervieh seiner Tochter erkannt.
Ohne Geld, aber mit so viel Eiern und Stolz,
ist dieser Low-Budget-Brecher geschnitzt aus genau dem richtigen Holz.
Ein poetisches Rachegericht mit galligem Finnish,
schon jetzt ein Fan der Macher, ja das bin ich.
Gebt denen ein großes Budget,
die zaubern dir den nächsten conan'schen Fantasyklassiker in den Schnee.
Wer hier ist in der passenden Stimmung, das Richtige erwartet,
der kann sich schonmal drauf einstellen, dass die Euphorie ausartet.
Ich will die Messlatte nicht zu hoch hypen,
will keinem eine schmerzvolle Landung bereiten.
Doch für mich war dieses blutig-grunzende Gedicht,
ein ganz intimes, wunderschönes Genrelicht.
Fazit: eine neue Messlatte was 30.000-Dollar-Selfmade-Viking-Indie-Horror-Kracher betrifft. Absolut verblüffend, düster, intensiv und richtig geil - wenn man denn das Richtige erwartet, genug Vorstellungskraft besitzt, auf Atmosphäre und Ausstattung steht, das dreckige Ding einsaugt und in es eintaucht. Als ob „Evil Dead“ auf „Skyrim“ auf „Valhalla Rising“ trifft. Eine klasse, ursprüngliche, böse Rachegeschichte. Da haut er einen raus!