Die idealistische Anna von der OSCE wird 1999 in den Kosovo geschickt, um dort eine unabhängige und multiethnische Medienlandschaft aufzubauen. Als Fahrer und Übersetzer wird ihr Plaka zugeteilt, ein bosnischer Hustler, der den Landsleuten ihre Statements falsch übersetzt und nebenbei Big Business mit geklauten Zigaretten und Luxusgegenständen abwickelt. Es dauert eine Weile, bis Anna die Strukturen und Spielchen durchschaut und sie sich zu eigen macht.
Für eine Satire ist KILL ME NOW! eigentlich stellenweise deutlich zu ernst. Da werden Serben auf offener Straße hingerichtet und drastische Kriegsverbrechen geschildert, rasch verscharrte Leichenteile ragen noch aus dem Schotter der Wege und die Hilfsorganisation wird als ignoranter bis zynischer Haufen dargestellt.
Andererseits gibt es extrem witzige (und auch viele sehr bittere) Szenen, insbesondere in der OSCE, die an Workplace- und Polit-Comedys erinnern, immerhin sind Siggi Zimmerschied und Henryk M. Broder mit von der Partie.
Ein gut gespielter, ungewöhnlicher und vielschichtiger Film.