Ein Feriencamp, die Erzählung einer Legende beim Lagerfeuer, eine Gruppe Jugendlicher und ein Tunichtgut mit Maske, der mit diversen Waffen eine Menschenjagd anzettelt. Was nach einem x-beliebigen Teil der Reihe „Freitag, der 13.“ klingt, entpuppt sich als kleine Hommage ans Slashergenre, der nach dem ersten Drittel jedoch deutlich die Luft ausgeht.
Sam (Fran Kranz) befindet sich auf der Flucht vor einem Killer und kann sich zwischenzeitlich in einer Hütte verbarrikadieren. Hilfe erhofft er sich von seiner guten Freundin Chuck (Alyson Hannigan), die in einem Comic-Laden arbeitet. Sie finden heraus, dass es mit der Maske des Killers eine Besonderheit auf sich hat…
Der temporeiche Einsteig schürt die Lust an einem handfesten Slasher mit Humoreinschüben, die sich vor allem an rotschriftlichen Einblendungen manifestieren. Dabei wird in regelmäßigen Abständen der Bodycount angegeben, was in Anbetracht diverser Zeitsprünge durchaus hilfreich ist und zwischendurch korrigiert, wer letztlich doch noch nicht tot ist.
Die Rahmenhandlung mit Chuck am anderen Ende der Leitung wird in erster Linie dazu genutzt, ein paar Genrekonventionen einzubinden, Tipps und Ratschläge auf Metaebene zu vermitteln und anbei ein paar Referenzen anzuführen.
Das gestaltet sich anfangs recht vergnüglich und verleit dem Treiben trotz diverser Zeitsprünge ein wenig frischen Wind, doch genau dem geht aufgrund mehrerer Wiederholungen rasch die Puste aus. Zudem wird ein Twist deutlich zu früh aufgedröselt, wodurch das Whodunit wegfällt und im letzten Drittel sämtliche Abläufe komplett erahnbar ausfallen. Auch der Humor in Form von Situationskomik lässt während der zweiten Hälfte deutlich nach.
Aufgrund der austauschbaren Kulissen mit Wald, Hütten, Geräteschuppen und dem Comicladen auf der anderen Seite wird nicht allzu viel Abwechslung geboten und auch die Figuren erhalten rein gar keine Tiefe, mal abgesehen von Chuck, die sich wie der geneigte Betrachter einigermaßen mit den Abläufen des gängigen Slashers auskennt.
Die Kills entfalten ebenfalls keine sonderliche Kreativität oder Härte: Zwar wird mal ein Kopf gespalten, doch einige Ableben finden im Off statt und so ist neben Kehlenschnitt, blutigen Einstichen und abgetrennten Händen nichts Markantes mitzunehmen.
Immerhin sind die meisten Effekte handgemacht.
Leider kommt bei alledem kaum Drive, kaum Dynamik ins Spiel. Befindet sich gerade noch jemand auf der Flucht, kommt es zum nächsten Zeitsprung oder zu mehr oder minder hilfreichen Empfehlungen am anderen Ende der Leitung, was auf Dauer ein wenig willkürlich anmutet. Trotz einiger charmanter Einfälle mangelt es an Spritzigkeit und skurrilen Einlagen, zumal die Gags kaum mehr als ein leichtes Schmunzeln hervorrufen.
Handwerklich okay, passabel geschauspielert, gehen dem Treiben vorzeitig die zündenden Ideen aus, während der Storyverlauf kaum Überraschungen parat hält.
5.5 von 10