Für Filme wie „Für zwei Groschen Hoffnung“ bin ich dem Sender arte dankbar, dass sie dort gezeigt und dem deutschen Publikum zugänglich gemacht werden. Ich sah den Film ohne Erwartungshaltung und wurde mit einer sehr lebendigen und rührenden italienischen Komödie überrascht, die in einer längst vergangenen Zeitepoche in einem italienischen Dorf in der Nähe von Napoli spielt. In dieser Zeit war eine Liebe zwischen zwei Menschen nur dann gesellschaftlich anerkannt, wenn man eine anständige Arbeit besaß, eine vernünftige Mitgift mitgebrachte und sich den Respekt der Eltern verdiente. Keine leichte Ausgangssituation für unsere beiden Liebenden im Film, die leider beide völlig mittellos sind. Antonio versucht sich durch verschiedenste Jobs etwas aufzubauen, doch seine eifersüchtige Freundin stiftet immer wieder aufs Neue ein absolutes Chaos an, was ihn zur Verzweiflung bringt. Man könnte so etwas als Drama inszenieren. Der Regisseur dieses Films tut es mit komödiantischer Leichtigkeit und mit viel Herz. Obwohl der Film schon so viele Jahre auf dem Buckel hat, brachte er mich auf eine sehr moderne Art zum Lachen und rührte mich dabei sogar mit seinem romantischen Feingefühl. Ein Film, der es nicht verdient hat, vergessen zu werden. Eine kleine Perle der frühen italienischen Filmkunst.