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Als sechs Freunde mit einem Boot einen Dschungelfluss in Südostasien hinauffahren , kommt es wie es kommen muss . Sie verlieren das Boot und versuchen sich durch den Dschungel in die Zivilisation zurück zu kämpfen . Zufälligerweise stoßen sie auf ihrem Weg auf einen überwachsenen Tempel und entschließen sich dazu in ihm zu übernachten . Doch was die Freunde nicht ahnen ist , dass in dem labyrinthartigem Inneren Monster und Mutanten hausen , die in den 1950er Jahren von einem wahnsinnigen Nazi im Auftrag der Amerikaner erschaffen wurden . Klar , dass es nicht lange dauert , bis die ersten von ihnen ins Gras beißen ( bzw. man in sie beißt ) ...

Was klingt wie die Verfilmung eines 1970er Jahre Groschenromans oder eines Gespenster Comics , könnte auch eine solche sein - nur eben ohne Vorlage . Jedenfalls musste ich während des Filmes die ganze Zeit genau an solche Vorbilder denken .
Leider hinterlässt der Film dennoch ein eher zwiespältiges Gefühl .
Einerseits sind die Monsterkreaturen für das Budget ansehnlich und recht kreativ , das Höhlenlabyrinth wirkt zwar wie eine Kulisse , versprüht aber trotzdem den Charme von einschlägigen Computerspielen und 80er Jahre B-Movie Produktionen . Die Effekte sind handgemacht und zweckdienlich und lassen auch gewissen Skurrilitäten nicht vermissen . So gibt es zwei " Über Zombie / Mutanten " beim Balzen ( ? ) , einen kleinwüchsigen Zombie , einen Zombie der nur aus normalen Beinen mit offener Wirbelsäule und Skelettkopf besteht und jede Menge Verrücktheiten vom Zombie Blowjob über Zombie Eifersüchteleien bis hin zu Zombie Romantik . Oder ist es etwa nicht romantisch zu sehen , wie zwei verliebte Zombies gemeinsam an den Armen ihres letzten Opfers knabbern , so als würde jeder von ihnen an einer Eistüte schlecken ? Auch Splatterfreunde sollten mit abgerissenen Gesichtern , in der Mitte gespalteten Zombies oder durch den Bauch ( ! ) herausgerissener Wirbelsäule einigermaßen unterhalten werden .
Andererseits fand ich die Überlebenden alles andere als sympathisch , was dass Mitzittern nicht gerade einfach machte . Ob die Kampfamazone ( als toughes Girl nicht überzeugend ) , der Nerd ( besonders untalentiert ) noch die andere Frau ( ohne Charisma ) , keinem wollte ich das filmische Überleben so recht gönnen . Da wären mir sogar die ersten drei Opfer als Überlebende lieber gewesen und bei denen handelte es sich um zwei durchschnittliche coole / sportliche Typen und die obligatorische reiche Göre .
Dazu macht der Film den Fehler die Spannung nicht zu halten , sondern diese durch ständige , wenn auch kurze , Rückblenden zu unterbrechen . Die Flucht vor den Zombies ist auch nur ein ständiges hin und her in den selben Gängen und auch einige der oben erwähnten Skurrilitäten sind nicht unbedingt dazu geeignet die Bedrohung durch die Monster ernst nehmen zu können .

Was für mich jetzt noch bleibt ist die Frage : Wer produziert so etwas eigentlich und aus welchem Grund ?

Das meine ich gar nicht negativ , doch das habe ich mich schon oft gefragt und frage es bei diesem Film mal stellvertretend öffentlich für alle anderen , bei denen ich das jemals dachte . Da geben sich Leute offenbar nicht zu wenig Mühe um dann einen Streifen zu produzieren , der kostenlos auf irgendeinem Streamingdienst landet . Lohnt sich das überhaupt ? Früher hätte ja noch die Chance bestanden in irgendeinem Land eine winzige Kinoauswertung zu bekommen oder ein kleiner Videothekenhit zu werden .
Doch heute ?
Auch wenn mich " Dead Sqaud " nicht vollends überzeugt hat und wohl kein Macher jener Filme , die ich meine , dies hier je lesen wird , möchte ich mal " Danke ! " an alle Leute sagen , die sich so eine Mühe geben und versuchen einem etwas abseits von Hollywood , Netflix und Amzaon Prime zu bieten .

Fazit : B-Film Zombie Film/Hommage , der es leider an Spannung , aber nicht an einiger Kreativitität mangelt . Freunde und Fans der 1980er könnten dabei ein kurzes Vergnügen empfinden . Aufgrund der Figuren für mich wohl aber nur ein einmaliges Filmvergnügen ...

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