In der Tradition von Filmen wie „Night of the Demons“ setzt der britische Regisseur Stewart Sparke bei seinem zweiten Spielfilm auf die Nostalgiewelle der Achtziger und verzichtet fast gänzlich auf CGI. Als Horrorkomödie deklariert, schimmert der typisch britische Humor allerdings nur allzu selten durch.
Sophie 18. Geburtstag steht bevor. Zu diesem Anlass lädt sie einige ihrer Schulfreunde zu einer kleinen Feier zu Hause ein. Unter den letztlich vielen Gästen befindet sich auch eine rothaarige Unbekannte, die sich alsbald auf eine männliche Jungfrau stürzt. Mithilfe eines schwarzmagischen Buches stehen schon bald ungebetene Gäste auf der Matte…
Im Gegensatz zu seinem misslungenen Erstling „The Dark Below“ fackelt Sparke nicht lange und packt nach zweckdienlicher Einführung der wesentlichen Figuren bereits nach zwanzig Minuten ein kleines Splatterfest aus. Per Handarbeit werden Körper geteilt, Köpfe ausgehebelt, Finger abgetrennt und Gedärme freigelegt. Das Kunstblut spritzt ordentlich und die dazugehörigen Monster können sich größtenteils sehen lassen, wobei der Einsatz von Gartenzwergen mit spitzen Zähnen den Trash-Faktor kurzfristig weit nach oben schraubt.
Hier und da sind die Latex-Gebilde deutlich als solche erkennbar, doch für das augenscheinliche Mikro-Budget gehen die Masken der Angreifer in Ordnung, wobei ein Faible für Lovecraft erneut zur Geltung kommt.
Leider geben die Figuren insgesamt nicht viel her, noch fallen sie sonderlich markant aus, so dass es neben der verkappten Heldin nur für ein Gothic-Girl, den Nerd, die Bitch und ein Lesbo-Love-Interest gereicht hat.
Auf Dauer mangelt es dem Geschehen ein wenig an Abwechslung, zumal die Kulissen des unauffälligen Hauses wenig hergeben. Der gewollt eingefächerte Humor fällt meistens recht flach aus und zündet nur selten bis gar nicht. Merkwürdig eingesetzte Beleuchtungen wie ein durch Zauberhand angestrahltes Polizeiauto bei Nacht erzeugen schon eher ein leichtes Schmunzeln. Oder die Tatsache, dass eine deutsche Austauschschülerin Helga heißt, - wohlgemerkt, die Handlung ist in der Jetztzeit und nicht in den Sechzigern angesiedelt.
Zumindest werden die angenehm kurzen 80 Minuten Laufzeit nicht unnötig mit Lückenfüllern zugefriemelt, der Erzählfluss ist durchweg ordentlich, wobei es dem Finale merklich an Dramatik mangelt. Der treffsichere Score jongliert recht gekonnt mit typischen Sounds der Achtziger, leider ist das Niveau der Mimen auf einem ähnlich niedrigen wie bei den Pendants früherer Tage, wozu sich eine ebenso durchwachsene Synchro hinzugesellt.
Letztlich richtet sich der simpel aufgebaute Streifen an eher älteres Semester, denn so richtig spannend gerät das Treiben kaum und das Kommen und Gehen diverser dämonischer Kreaturen ist eher eine kleine Huldigung früherer Genrevertreter denn eine Ausgeburt pfiffiger Ideen und ausgefeilter Dramaturgie.
5,5 von 10