Review

Das Erstwerk von Fatih Akin...es ist rauh, ehrlich und melancholisch, aber auch klischeehaft! Letztes ist vielleicht das einzige Problem, das der Film in gewisser Weise hat. Klar ist das Thema von Akin wunderbar umgesetzt worden, er hat auch seine Schauspieler zu jeder Zeit im Griff, aber an manchen Ecken ist der Film einfach nicht ganz hundert- prozentig geschliffen. Es soll aber nicht heißen, dass dies unbedingt bei dieser Art Kino von Nöten ist. Fatih Akin hat eben seinen eigenen Style. Einen Style der die Menschen bewegt, der polarisiert, der einen zum Nachdenken anregt.

Akin bekommt es hin, dass man seine Hauptfiguren, den Türken Gabriel (Mehmet Kurtulus), den Serben Bobby (Aleksandar Jovanovic) und den Griechen Costa (Adam Bousdoukos), einfach lieben muss. Man kann ihnen nicht böse sein, auch wenn sie oft nicht wirklich eines guten Menschen Weg gehen...kurz gesagt, sie sind oder waren kriminell!
Mehmet Kurtulus ist sowieso eine perfekte Besetzung für die Rolle des Gabriel, da er mit seiner Ausstrahlung schon eine dermaßen große Brutalität und Durchschlagskraft an den Tag legt, die man hat oder nicht...

Zusätzlich hat mich die Qualität des Filmes stark beeindruckt, als ich hörte, dass viele Schauspieler zum Teil einfach nur Kumpels von Akin aus Hamburg-Altona (wo der Film spielt und auch Fatih aufgewachsen ist) waren, die auch viele Dialoge nur improvisierten!

Also jeder, der auf kurzweilige und etwas coole Gangsterfilme steht oder sich irgendwelche anderen Filme von Fatih Akin schon angesehen hat, sollte sich auf jeden Fall sein Erstlingswerk vornehmen, da es ein überragender Einstieg eines Regisseurs in die Filmszene war...

8/10 Punkte: Abzüge gibt es nicht für die Qualität ansich, sonder dafür, dass er ziemlich viel bei seinem großen Vorbild Scorsese geklaut hat :)

Details
Ähnliche Filme