Review

Inhalt:

China inmitten einer Krise der Ming-Dynastie. Yungzhen (Carter Wong) ist ein Usurpator, der die Schwäche der Dynastie konsequent nutzt.
Mit Hilfe des Generals Nin Kan Yao (Yeung Wai aka Yang Wei) und seiner 8 Leibwächter (u.a. Lung Fong, Lung Fei) gelingt es ihm, sich an die Macht zu putschen! Dem General und seiner Leibwache schwor er, China zu einigen und dem Wohl des chinesischen Volkes dienlich zu sein.

Von diesem Schwur ist nicht mehr all zu viel übrig. Yungzhen herrscht despotisch über das Reich der Mitte..., und sein Charakter nimmt paranoide Züge an.
Er glaubt, dass General Nin Kan Yao ihn eines Tages genauso wegputschen wird, wie er selbst es mit dem Ming-Kaiser tat. Auch seiner Leibwache traut er nicht mehr.
Nur Kanzler Ku (Wu Jia-Xiang) steht noch in seiner Gunst, ist seine rechte Hand hinsichtlich seiner grausamen Herrschaft!

General Nin Kan Yao soll nach HangChon strafversetzt werden, doch ist sein Tod bereits beschlossene Sache.
Einigen Rebellen (u.a. Phillip Ko) gelingt es, Nin zu retten und in das Kloster der Shaolin zu bringen. Dort ist er einstweilen sicher.

Yungzhen schickt nunmehr seine beiden besten Leibgardisten ins Kloster, damit diese ihm den Kopf Nin Kan Yao´s bringen, dies sind Pai (Cliff Lok) und die Amazone Liu (Polly Shang Kuan)!
Pai und Liu erreichen das Kloster..., und müssen um mit Nin Kan Yao sprechen zu dürfen, zunächst gegen die Formationskämpfer des Klosters antreten.
Letztendlich können sie, nachdem sie etliche Kämpfe gegen die Mönche und Schüler des Shaolin-Tempels bestehen..., den General erreichen.
Dieser kann einen Sinneswandel bei den beiden Kämpfern auslösen...., für wen kämpfen die beiden eigentlich? Was hat dieser neue Kaiser erreicht..., und hat er nicht letztlich seinen Schwur nicht gehalten....?
Nin Kan Yao sieht letztendlich keinen Ausweg...., und begeht Selbstmord, nachdem das Kloster von den Truppen Yungzhen´s umstellt ist!

Auf dem Siegesmahl mit den 8 Leibwächtern will Yungzhen indes allen eine Falle stellen.
Pai und Liu durchschauen dies jedoch...., und können mit knapper Not entkommen. Sie trainieren nunmehr eisenhart für einen letzten Kampf!
Schließlich kommt es zwischen Pai und Liu sowie Yungzhen zum mörderischen Show-Down um Leben und Tod..........


Fazit:

Das ist sicher nicht der Eastern-Weisheit letzter Schluss..., doch ganz so arg kritisieren, wie so manche Rezensenten im Internet, würde ich diesen Streifen denn doch nicht.
Mit "Shaolin death squads" ("Das tödliche Geheimnis der Shaolin") gelang Regisseur Chan Siu-Pang für das Label "First Films" in Hongkong ein insgesamt flott-solider und ordentlicher Genre-Beitrag im Fahrwasser der Shaolin/18 Bronzekämpfer-Eastern von Joseph Kuo..., und ein ganz typischer "Polly&Carter"-Actioner für die Fans dieses Duos.

Die Bilder und die Atmosphäre können überzeugen, schöne Sets, bunte Kostüme..., der Tempel der Shaolin und seine Insassen in safrangelben Kutten. 
Dazu eine einfache Geschichte um einen Usurpator, der einen einst Verbündeten in den Selbstmord treibt, und schließlich von 2 Kämpfern seiner Leibgarde gestellt wird.
Dies wird relativ flüssig umgesetzt..., wobei ich sagen muss, dass mir hier nur die deutsche Fassung dieses Streifens vorliegt, und die ist leider vor allem im letzten Drittel herbe geschnitten.

So wirkt denn in dieser Fassung die Storyline denn doch zwar überschaubar, doch auch etwas sprunghaft und gehetzt. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Uncut-Originalfassung mit Sicherheit noch höher zu bewerten ist, da die Inszenierung flüssiger von statten gegangen sein dürfte.
Doch auch bei dieser vorliegenden Cut-Fassung kann ich sagen: Das ist nicht unbedingt ein hochklassiger Eastern, aber doch eine gediegene, solide und weitestgehend spannende KungFu-Film-Kost..., ein guter Eastern für "zwischendurch" allemal!

Die Story ist gut verfolgbar und mündet in schöne KungFu-Action, Chan Siu-Pang bringt seinen Streifen noch überzeugend ins Ziel!
Die KungFu-Fights sind dynamisch und rasant umgesetzt..., die Intensität der Kämpfe nimmt mit der Laufzeit sukzessive zu..., und ist sehr abwechslungsreich -hand to hand oder mit Waffen- arrangiert.
Mit Carter Wong, Polly Shang Kuan und auch Cliff Lok hat man echte Kampfkünstler hier am Werk..., das zahlt sich hinsichtlich der Athletik und Agilität in der Action aus.
Am Besten gefiel mir hier die Sequenz als Polly Shang Kuan und Cliff Lok zum General gelangen wollen, und hierzu die einzelnen Etagen eines Turms -quasi jede eine Kampfstation für sich- kämpfend "abzuarbeiten" hatten..., hier hatte die KungFu-Action ihre stärksten Momente.
Schließlich der Endkampf der 3 Protagonisten...., ein verbissener Pas de trois des Todes. 
Das war ganz ordentlich..., gleichwohl man Polly und Carter natürlich auch schon besser sah..., und sich leider einige irreale Mätzchen und Fliegereien hier mit einschlichen. Sei´s drum! Mit den Eastern die die beiden für Joseph Kuo drehten, vor allem dem "18 Bronzemen"-Streifen, kann dieser hier nicht mithalten..., wer wollte dies erwartet haben? Ich jedenfalls nicht unbedingt.

Natürlich lebt "Shaolin death squads" trotzdem auch von seinem Cast..., denn das sind Stars, die ein Eastern-Fan gerne sieht: Allen voran natürlich Carter Wong, der den paranoid-wahnsinnigen und blutrünstigen Usurpator mit seinem stechenden Blick überzeugend verkörpert. Dazu sein gewohnt athletischer Kampf-Stil.
Dann seine Partnerin Polly Shang Kuan, die hier wieder ihren Selbstbehauptungswillen zelebriert..., und ihre Fight-Skills mehr als andeutet ("watch her kicks!").
Na ja...., einmal, da taucht sie mit einer Art Kopftuch auf...., heijeh, wie sah denn Polly da aus? Wie ´ne deutsche Hausfrau....! ;-)
Aber ansonsten...., würde ich Polly von der Bettkante schubsen? Nur wenn ich mit Mareike Bokern verheiratet wäre....

Cliff Lok spielt sich verbissen in seine Rolle hinein, agiert an der Seite von Polly, und stellt sich gegen Carter.
Yeung Wai (aka Yang Wei) ist der General, der allem Handeln hier eine Motivation gibt. Ich fand auch, dass die Synchronisation hier gut gewählt war, so wie die Synchronisation des Streifens ohnehin im wesentlichen überzeugen konnte (auch dies wurde ja von anderen kritisiert...., also ich kenne da jede Menge Eastern, die in Deutschland schlechter bei der Synchro weg gekommen sind). Denn diese Synchronisation von Yeung Wai übernahm hier gefühlvoll Heinz Engelmann. Wer ihn nicht kennt...., er lieh seine Stimme u.a. Stewart Granger als "Old Surehand" in den Karl May-Western mit Winnetou und Old Shatterhand.

Gaststars sind hier noch immerhin die in der Eastern-Branche sehr bekannten Lung Fei, Phillip Ko und Lung Fong.

"Shaolin death squads" ist ein solider Eastern, gediegene KungFu-Film-Kost..., ein passabler Fernost-Actioner für "zwischendurch" und was für Fans von Polly und Carter.
Sehr knappe 7/10 Punkte sind von mir zu veranschlagen....!

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