Um den wahren Wert eines solchen Films beurteilen zu können, sollte man sich die Splatterszenen wegdenken und sehen, was noch übrigbleibt. Und in diesem Falle bleibt tatsächlich was über (wenn auch nicht viel). Zum einen ein halbwegs akzeptabler Abenteuerfilm, zum anderen eine sozialkritische Message.
Der Film ist durchaus geschickt als Dokumentation getarnt, was ihm eine interessante Note verleiht, die man so ähnlich von The Blair Witch Project kennt.
Leider wird die Message des Films um einiges abgeschwächt (oder etwa verstärkt?) durch die Tatsache, das Deodato echte Tiere vor der Kamera abschlachten lässt, was ihn moralisch beängstigend nah an das im Film agierende (fiktive) Filmteam heranbringt.
Das Abschlachten der Tierchen ist absolut inakzeptabel. Die Einschätzung allerdings, inwieweit es weniger pervers ist sich die Tiere scheibchenweise eingeschweisst aus der Kühltheke von z.B. Aldi zu holen, bleibt jedem selbst überlassen.