Review

Glückskills


Die Neustarts von ganz großen Horrorikonen wie Freddy oder Jason gingen mehr oder minder in die Hose. Doch die kleineren Horrorhelden wie Chucky oder die Puppet Master-Reihe wurden in letzter Zeit meiner Meinung nach durchaus respektabel neu aufgelegt. Was kann also die Rückkehr des kleinen, grünen Killerkobold? Zumindest eine ziemlich feine Sauerei veranstalten, soviel ist sicher... Erzählt wird von einer neu gebauten Studentenverbindung, die sich auf dem Gelände befindet, wo der Leprechaun einst in den Brunnen schmolz und als besiegt erklärt wurde. Doch, wie man sich denken kann, ist nun natürlich die Zeit gekommen, aus seinem kalten Nass aufzuerstehen, Gold zu suchen, Menschen spektakulär in die ewigen Jagdgründe zu schicken und der Nachkommin einer einstigen Widersacherin das Leben unglücklich zu machen... 

Spätestens als ich gelesen und realisiert habe, dass der alte Astron-6-Haudegen Steven Kostanski hier auf dem Regiestuhl Platz nehmen durfte, musste ich diese Neuauflage sehen. Selbst wenn ich nie der größte Fan der Reihe war, bin ich durchaus einer von „Manborg“, „The Void“ und Co. Und zum Glück hat mich diese glücksplattrige Rückkehr nicht enttäuscht. Selbst wenn Warwick Davis nicht mehr den irischen Goldsammler spielt, was natürlich schade ist. Der passende, oft richtig witzige Ton wird getroffen, es gibt exorbitant gelungene Kills, markige Einzeiler, eine tatkräftige Heldin, viele Insider zum Original und ein knackiges Tempo. Ich bin angetan, ich kann es nicht anders sagen. Viel besser hätte man es, erst recht mit dem sicher limitieren Budget, eigentlich nicht machen können. 

Fazit: grüner war's lange nicht! Der beste Leprechaun seit dem Original! Genau so geht ein saftiges Reboot! Grüne Gulaschkanone aus Kleeblättern und Retrofeeling. Glück auf! 

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