Nachdem der Leprechaun vor 25 Jahren von Tory Reding in einem Brunnen versenkt wurde, macht sich deren Tochter Lila (Taylor Spreitler) auf, just am selben Ort mit einigen Kommilitoninnen ein Verbindungshaus nach Öko-Standard einzurichten. Da der Brunnen hierbei natürlich miteinbezogen wird, gelingt dem Kobold (diesmal von Linden Porco statt dem aus früheren Sequels bekannten Warwick Davis dargestellt) alsbald wieder eine Auferstehung: Sein erstes Opfer ist der retardierte Hausgehilfe von damals (Mark Holton als Ozzie), doch dann nimmt er die nichtsahnenden Mädels ins Visier - schließlich ist ihm wie üblich sein Gold abhanden gekommen und er will es um jeden Preis wiederhaben...
Da ist er also wieder - zum insgesamt 8. Mal schlägt der auf häßlich getrimmte Kobold irischer Abstammung nun schon auf der Leinwand zu, wobei dieses Sequel plottechnisch alle bisherigen Fortsetzungen ignoriert und direkt an den 1. Teil anschließt. Die Handlung ist erwartungsgemäß dürftig: ein paar wenig intelligente Teenager werden der Reihe nach abgemurkst, wobei im Unterschied zu anderen Slashern der Täter bereits von Anfang an bekannt ist - ein altertümlich gekleideter Zwerg mit vernarbtem Gesicht, krummen Beinen, Klauen statt Händen und einem Hut auf den rötlichen Haaren, der stets dämlich kichert und geschwollen daherredet. Spannung läßt sich damit natürlich nicht generieren, und so besteht der einzige Grund, dieser Horror-Komödie zu folgen darin, zu sehen, wie lange die Mädels (und zwei ihrer Freunde) am Leben bleiben.
Während sich die insgesamt 6 jungen Leute nicht sonderlich logisch verhalten und zunächst Streitigkeiten untereinander auszutragen haben, sucht der Kobold im Haus nach seinen Goldmünzen, bevor er sich dann nach einem Drittel der Filmlaufzeit allen Anwesenden zu erkennen gibt: Damit setzt eine wenig erfolgreiche Flucht und Dezimierung ein, bis sich der überlebende Rest zur Gegenwehr entschließt. Begleitet von allseits reichlich dämlichen Sprüchen, die selten genug die unterste Grenze der Definition "lustig"erreichen ("Wenn Werner Herzog es schafft... - Wer ist Werner Herz-Flug? - Keine Ahnung") zieht sich das Geschehen dann vorhersehbar in die Länge, und wer am Ende übrigbleibt ist auch nicht wirklich überraschend.
Zumindest bezüglich der teils computergetricksten Gore-Effekte ist dieses Sequel aber durchaus brauchbar, denn nachdem sich der Leprechaun aus Ozzies Bauch herausgearbeitet hat, lernt er auch die ihm 25 Jahre lang unbekannt gebliebene "neue Technik" in Form von Handies und Drohnen kennen und setzt diese als Mordwerkzeuge ein. Dazu kommt die Halbierung eines dümmlichen Burschen durch ein herabfallendes Solar-Paneel sowie ein paar weitere, allerdings eher konventionell ablaufende Metzeleien. Auch der bösartige Zwerg selbst muß Federn lassen, doch egal ob man ihn mit einem Buch erschlägt, ihn unter Strom und damit in Flammen setzt oder ihn mittels Kleeblattsaft explodieren läßt, stets kehrt er nach kurzer Zeit wieder zurück. Für weitere Sequels dürfte also gesorgt sein...
Fazit: Mäßige Slasher-Komödie mit bemühten Witzchen und einigen gelungenen Splatter-Einlagen. 5 Punkte.