Seit dem Erfolg von Steven Spielberg´s "Der weiße Hai" hatte alles was vier oder mehr Beine besaß den Teufel im Leib. Aber auch allerhand legendäres Getier wie der Yeti ("Snow Creature") oder Bigfoot ("Night of the Demon") wurde schon auf die Menschheit bzw. den Zuschauer losgelassen. In diesem Machwerk ist es ein Nessie-artiger Saurier, der in einem amerikanischen See die Zahl der Badegäste dezimiert. Die Story? Der "weiße Hai" lässt grüßen...
Schon bitter, wenn die besten Szenen aus dem berühmten Vorbild geklaut werden müssen: die junge Lady, die nachts nackt im Wasser plantscht und dann als lebendes Bankett dient. Oder der Schäferhund, der dem Frisbee hinterher hechtet und nicht mehr aus dem See zurückkehrt... Irgendwie ist in "Monster aus der Tiefe" alles ein einziges Déjà Vù-Erlebnis. Von der Kreatur sieht man leider recht wenig, nur dann und wann ist mal eine Pranke zu sehen, die aus dem Dunklen zuschlägt. Die restlichen Spielszenen sind stinklangweiliges Füllmaterial. Billigst inszeniert, ohne jegliche Inspiration. Ein echter Time Waster also. Etliche Szenen wurden mit langweiligen Dialogen gestreckt, um eine einigermaßen passable Laufzeit vollzukriegen. Passieren tut nicht viel.
Immerhin ist der Showdown recht temporeich und lustig inszeniert, wenngleich die Auflösung ziemlich banal geriet. Das Monster ist eine unbewegliche Fratze mit langem Hals aus schönstem grünen Gummi. Dabei sieht das Viech so aus, als hätte sich die Tricktechnik Hollywoods seid den 50ern nicht mehr weiterentwickelt. Und "Monster aus der Tiefe" wurde immerhin erst 1979 inszeniert... Auf der Besetzungsliste blamieren sich neben Jim Mitchum auch der unverwüstliche John Carradine, der - Filmkenner wissen bescheid! - immer wieder gerne für einen Blödsinn vom Schlage "The Astro-Zombies" oder "Billy the Kid vs. Dracula" zu haben war.
Fazit: Dummdreistes Monstermovie, bei dem nur der Showdown lohnt. Ähnlich überflüssig und witzlos wie "Lake Placid", dafür um einiges billiger fabriziert. 3 von 10 Punkten.