iHaveCNit: Spider-Man: A New Universe (2018)
Das Spider-Man-Universum hat ja schon einige filmische Anläufe gehabt – mit Sam Raimis Spider-Man-Trilogie um Tobey Maguire, das „The Amazing Spider-Man“-Doppelpack mit Andrew Garfield, die Sony-/Marvelkollaboration mit Tom Holland als Teil des MCU, der erste „Venom“-Solofilm und nun der animierte Film „Spider-Man: A New Universe“ bzw, „Spider-Man: Into The Spider-Verse“. Und irgendwie macht das alles jetzt richtig Sinn, denn der animierte Film schafft es mal wieder frischen Wind und neue Impulse zu liefern und hat darüber hinaus noch sehr viel mehr zu bieten.
Der junge Miles Morales hat es nicht leicht, während er Spider-Man gern hat, ist sein Vater als Gesetzeshüter nicht auf Spider-Mans Seite. Den einzigen richtigen Draht hat der Junge zu seinem Onkel Aaron. Bei einem nächtlichen Streifzug der beiden wird Miles von einer Spinne gebissen und er entwickelt die gleichen Kräfte wie Peter Parker, den er dann auch noch zufällig trifft als der Kingpin dabei ist mit einem Generator diverse Paralleluniversen durcheinander zu bringen. Für Miles beginnt ein großes Abenteuer.
Nicht nur für Miles Morales beginnt ein großes Abenteuer – auch für den Zuschauer, denn die Art, wie hier animationstechnisch der Film aufbereitet worden ist, ist einzigartig, frisch und steckt voller kreativer Ideen. Bei all den großartigen Ideen schafft es der Film trotz allem wie aus einem Guss zu wirken. Er wirkt sogar stellenweise durch Split-Screens, Texteinblendungen usw. wie ein auf der Leinwand sich entfaltender Comic. Er schafft es trotz aller Meta-Ebenen und Selbstreferenzen auf das gesamte Spider-Man-Multiversum dass diese nicht zum Selbstzweck verkommen und die Handlung selbst voranbringen. Er schafft es auch, dass alles so durch balanciert ist, dass sich fast nie der Zustand einer Reizüberflutung einstellt. Der Film zündet in seinen witzigen Momenten genauso sehr wie in seinen emotionalen Momenten und da ist vor allem das Gespür für die Coming-Of-Age-Story um Miles Morales und seine Beziehung zu seinem Vater und seinem Onkel sowie die Verantwortung als Held für die Handlung sehr wichtig. Gerade dies ist in meinen Augen die ganz große Stärke des Films. Schade dass man bei all dem dann noch vergessen hat, dem Antagonisten genug Raum zur Ausarbeitung seines Charakters zu geben. Aber der Film ist rasant, reich an Action, spannend, witzig und emotional – und voller kreativer Ideen, die den Film zu einem einzigartigen Trip machen.
„Spider-Man: A New Universe“ - My First Look – 9/10 Punkte.