Review

Bullet - misslungen und doch sehenswert.

"Bullet" (Mickey Rourke) ist Jude und ein harter Ex-Sträfling, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Aber anstatt sich zu besinnen und ein besseres Leben zu führen, zieht es ihn wieder zurück auf die Strasse. Zurück zu Verbrechen, Gewalt und Drogen. Mit seinem Bruder und dessen besten Freund plant Bullet einen Überfall auf reiche Leute um ihnen die Drogen zu stehlen. Zur falschen Zeit taucht ein Drogendealer (Tupac Shakur) auf, der mit Bullet noch eine alte Rechnung offen hat...

Mickey Rourke gibt mal wieder den knallharten Typen, der immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat mit voller Hingabe, und heimst so ordentlich Sympathiepunkte ein, trotz der Tatsache, das er eigentlich ein ziemlich mieser Gangster ist. Auch die Nebenfiguren können sich sehen lassen, da sie zuweilen arg skurril sind: der tuntige Freund von Bullets Bruder und sein anderer paranoider Bruder, der immer noch denkt er wäre im Krieg und nur mit Bademantel und in versifften Unterhosen seinen Hund Gassi führt. Auch der Score kann zuweilen mit alten aber passenden Songs punkten. Die Schauplätze sind gut ausgewählt und wirken authentisch. Ein bisschen Gewalt gibt es auch zu bestaunen (Highlight: Auge wird mit Messer ausgestochen). Die eher einfallslose Handlung wird von den wenig ausgefeilten aber nett anzuhörenden Dialogen vorangetrieben.

Fazit: eine etwas andere Art Millieustudie mit coolen Charakteren, etwas Action und skurillen Dialogen.

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