Review
von manjilo
Man kennt es schon. Wieder einer dieser Netflix-Filme, die im Vorfeld und auch danach von Medien und Netflix-Jünger der Generation Z erwähnt, empfohlen und gehypt werden.
Dann schaut man sich den Film an und ist mal wieder fassungslos wie einfach gestrickt und anspruchslos die Medien und die Generation Z sind.
Entweder das, oder die ganzen positiven Reviews, Bewertungen und Artikel in den Medien sind gekauft oder (wie so üblich) einfach Fakes.
Die Idee bzw. Story ist ja gar nicht mal so uninteressant, aber die handwerkliche Umsetzung und darstellerische Leistung ist einfach grausam. Sicherlich hätten die Darsteller es auch geschafft ihr Talent zeigen zu können, aber anscheinend hatten wohl weder die Drehbuchautoren, noch die Produzenten und die Regisseurin Interesse daran.
Schon am Anfang die ganzen Charaktere. Mehr Klischees gehen echt nicht. Mit keinem kann man mitfühlen oder eine Verbindung aufbauen. Alles einfach gestrickt, selbst die Gespräche zwischen denen.
Auch mit den von den Kindern gespielten Charakteren kann man einfach nichts anfangen. Sind eher wie ein Anhängsel der Story.
Die Krönung war dann wie man nach einem stundenlangen Überlebenskampf auf einem Fluss plötzlich auf einer Insel ankommt und von Blinden empfangen wird (wie auch immer die Bewohner dorthin gekommen sind) und die Kinder die ganzen Qualen und die Angst ums eigene Überleben und der einzigen Bezugsperson vergessen haben und es so aussah als nichts davon passiert ist.
Und ständig diese Hintergrundmusik und Geklappere mit den Klaviertasten. Gut, ist ja heutzutage nichts außergewöhnliches die Stimmung über Musik zu transportieren. Nur wird es bei Filmen aus Hollywood oft übertrieben, nur um den Zuschauer zu unterhalten und von einer schlechten Regiearbeit abzulenken.
''Bird Box'' ist ein Film ohne Seele, der versucht am Erfolg von ''A Quiet Place'' heranzukommen. ''A Quiet Place'' ist aber ein Film mit Seele und unter anderem hervorragender Regiearbeit. Das was ''Bird Box'' nicht hat.